Neuer Rettungswagen in Balve für 145 000 Euro

Landrat Thomas Gemke (Mitte) überreicht den Schlüssel für den neuen Rettungswagen an Rupert Heidsick, Leiter der Rettungswache Balve (2. von links)
Landrat Thomas Gemke (Mitte) überreicht den Schlüssel für den neuen Rettungswagen an Rupert Heidsick, Leiter der Rettungswache Balve (2. von links)
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Balve darf sich über einen neuen Rettungswagen freuen:

Balve..  Rettungssanitäter werden im Jahr zu rund 750 Einsätzen in Balve gerufen. In knapp 650 Notfällen fährt der Rettungswagen aus Balve los. Weil dieser bereits seit sechs Jahren im Stadtgebiet und auch darüber hinaus (Neuenrade, Werdohl, Hemer und Menden) unterwegs ist, um Menschen in Not zu transportieren, hat er fast 200 000 Kilometer auf dem Buckel. Nun wird das alte Fahrzeug in einem Reservelager abgestellt. Den Schlüssel für den brandneuen Rettungswagen in Balve hat Landrat Thomas Gemke gestern dem Leiter der Rettungswache, Rupert Heidsick, übergeben.

Es ist eine symbolische Übergabe. „Denn zu ersten Rettungseinsätzen ist das Fahrzeug bereits ausgerückt“, berichtet Rupert Heidsick. Auf Basis eines Sprinters von Mercedes Benz ist das Fahrzeug von einem Unternehmen in Aurich zum Rettungswagen ausgebaut worden. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 145 000 Euro, wobei „das Rettungswesen weitgehend von den Krankenkassen finanziert wird“, sagt Landrat Thomas Gemke. Nicht in der stattlichen Summe enthalten ist die medizinisch-technische Ausstattung, die grundsätzlich unabhängig vom Fahrzeug beschafft wird.

140 KW, also ca. 190 PS, hat der Rettungswagen unter der Haube, dazu Automatikgetriebe, Motorvorwärmung und Motor-Weiterlaufschaltung, Funk- und Navigationssystem mit Übermittlung des genauen Einsatzortes von der Kreisleitstelle, Unfalldatenspeicher, Klimaanlage, Sondersignalanlage, Rückfahrwarner, Heckwarnanlage, Luftverwirbelungsbremse und einen Dieselpartikelfilter.

Beatmungsgerät und Defibrillator

Das medizinisch-technische Equipment ist ebenfalls auf dem neuesten Stand: Beatmungsgerät, Defibrillator, Telemetrie, Kapnometrie, Spineboard, Schaufeltrage, Vakuum-Matratze, Fahrtrage, Tragestuhl und sonstige Notfallausstattung befinden sich im hinteren Raum des Rettungswagens. Eine fünfte „Extratür“ dient dazu, schnell an EKG und Absaugpumpe zu gelangen. „Das spart im Notfall wichtige Sekunden“, sagt Rupert Heidsick.

Die weitere Fahrzeugausstattung kann sich sehen lassen: Ein Kühlschrank für Medikamente und eine Traumbeleuchtung für Unfallpatienten, die Ruhe benötigen, sind ebenso installiert, wie eine Sondersignalanlage mit Frontblitzern, ein Unfalldatenspeicher, ein Wärmefach für Infusionen und Befestigungsmöglichkeiten für sperriges Patienteneigentum, wie zum Beispiel einen Rollator. 30 000 Kilometer wird der neue Balver Rettungswagen voraussichtlich im Jahr zurücklegen.

„Die Rettungswachen im Märkischen Kreis sind wirklich vorbildlich“, lobt Landrat Thomas Gemke bei der Schlüsselübergabe. „Wer die 112 wählt, bekommt auch Hilfe.“