Neue Lichterketten lassen Fachhandel strahlen

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Balve..  Ihre erste Saison hat die neue Balver Weihnachtsbeleuchtung mit Bravour bestanden. Wenn in den nächsten Tagen die Lichterketten abmontiert und in den Sommerschlaf geschickt werden, blickt der Balver Fachhandel auf eine gelungene Premiere zurück. Erstmals erstrahlte in den vergangenen Wochen der leuchtende Straßenschmuck in LED-Technik. Leuchtdioden verbrauchen bei gleicher Leuchtstärke erheblich weniger Strom und besitzen eine deutlich höhere Lebensdauer als die zuvor lange verwendeten Glühlampen.

Allerdings fanden die neu angeschafften LED-Lichterketten nicht nur Freunde in der Bevölkerung. Vielen Balvern erschien die Weihnachtsbeleuchtung zu dunkel. Schuhhändlerin Irene Schneider weiß zum Beispiel von etlichen Kunden, die der alten und helleren Weihnachtsbeleuchtung nachtrauerten und auch die Größe des Sterns in der Mitte als nicht ausreichend empfanden. Ihre Fachhandels-Kollegin Anke Hülsmeyer hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Die neuen Lichterketten gefallen den Leuten zwar, aber die geringe Helligkeit beklagen doch viele.“ Sie selbst stört sich nicht daran: „Hier im Geschäft haben wir auch LED-Lampen. Das ist die beste Lösung. Allerdings ist das Licht anders. Da muss man sich schon umgewöhnen.“

Dirk Stegemann, Technischer Leiter bei der Firma Elektrotechnik Busche, die für Montage, Anschluss und Aufbewahrung sorgt, kann nur Gutes vom neuen Lichterglanz berichten. „In diesem Jahr gab es keine Probleme. Alles hat super geklappt.“ Für Stegemann und seine Kollegen fast eine neue Erfahrung. Denn in der jüngeren Vergangenheit bereiteten die alten Lichterketten den Elektro-Experten häufig Ärger. „Wir mussten da oft raus und vor Ort Sachen reparieren. Teilweise sind durch Kurzschlüsse in den Lichterketten sogar Straßenlaternen ausgegangen“, erinnert sich Dirk Stegemann. Dass die neuen Lichterketten etwas dunkler erscheinen als ihre ausrangierten Vorgänger, sieht er als nicht gravierend an und verweist lieber auf die gewaltigen Vorteile in Sachen Energieverbrauch: „Jetzt verbraucht jedes einzelne Leuchtmittel nur ein Watt, früher waren das jeweils 15 Watt.“

Alte Beleuchtung war 40 Jahre alt

An der Diskussion über eine möglicherweise zu geringe Leuchtstärke der neuen Lichterketten mag sich Rolf Biggemann nicht beteiligen. Der Vorsitzende des Balver Fachhandels freut sich lieber, dass die zuvor lange diskutierte Neuanschaffung im vergangenen Jahr endlich in die Tat umgesetzt wurde: „Die alten Lichterketten waren zum Teil 40 Jahre alt und so verschlissen, dass es einfach nicht mehr ging.“

Rolf Biggemann betont zwar, dass es die Fachhändler im Ort und nicht die Fachmärkte auf der grünen Wiese seien, die sich in all den Jahren darum gekümmert haben, dass Balve zur Weihnachtszeit in festlichem Lichterglanz erstrahlt, vergisst aber auch nicht, dass der Austausch der Weihnachtsbeleuchtung ein Gemeinschaftsprojekt war: „Wir sind alle stolz und danken allen, die uns dabei unterstützt haben. Allein hätte der Balver Fachhandel dieses Projekt nicht so schnell stemmen können.“ Seine persönliche Bilanz nach der ersten Saison im LED-Lichterglanz fällt positiv aus: „Im Großen und Ganzen wird die neue Weihnachtsbeleuchtung von den Menschen sehr gut angenommen.“