„Muss erst etwas passieren, ehe gehandelt wird?“

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Was wir bereits wissen
Die unendliche Geschichte soll endlich ein Ende haben. Seit zig Jahren wünschen sich die Anwohner der Arnsberger Straße in Beckum geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen, die die Sicherheit der Kinder und Fußgänger gewährleisten.

Beckum..  Passiert ist nach Ansicht der Beckumer aber bislang nichts. Auch Julia Jost, seit Juni 2014 Ortsvorsteherin, beißt sich an dem Thema die Zähne aus.

Überholvorgänge im Ort

Ein Aktenordner mit Briefwechseln an die Stadt Balve, den Märkischen Kreis und Landrat Thomas Gemke ist bereits angelegt. „Den Bürgerinnen und Bürgern ist alles lieb, was zielführend ist“, sagt Julia Jost. „Das kann eine Straßenverengung sein, oder – aus meiner Sicht ganz wichtig – eine durchgezogene Linie.“ Denn die Anwohner und auch sie selbst hätten es schon erlebt, dass Fahrzeuge, die aus Hövel nach Beckum hereinfahren, noch hinter dem Ortseingangsschild Lastkraftwagen überholen – mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. „Die Raserei auf der Bundesstraße ist nicht schön. Es muss jetzt endlich mal was passieren“, sagt die Ortsvorsteherin. Auch zusätzliche Tempo-50-Schilder oder ein großer 50-km/h-Verweis mitten auf der Straße könnten ihrer Ansicht nach helfen, die hohen Geschwindigkeiten auf der viel befahrenen Straße einzudämmen.

10 000 Fahrzeuge pro Woche passieren die Arnsberger Straße in eine Richtung, also entweder nach Hövel oder nach Balve. Die Ortsvorsteherin kann die Sorgen der Anwohner verstehen, die sagen: „Muss erst etwas Schlimmes passieren, ehe gehandelt wird?“

„Wir erhoffen uns, dass die Politik und der Landesbetrieb StraßenNRW zeitnah handeln“, sagt Julia Jost, denn Geschwindigkeitskontrollen auf der B 229 seien auf Dauer zu wenig und kaum abschreckend. „Erst recht nicht, wenn sie bei Regen durchgeführt werden.“

Kein Gewöhnungseffekt

Für etwas Entspannung im Ortsteil Beckum hat das neue Geschwindigkeits-Display im Wert von 2000 Euro gesorgt, das seit einigen Tagen an der Arnsberger Straße angebracht ist. Es zeigt das genaue Tempo der Fahrzeuge an, honoriert angemessene Geschwindigkeit mit einem Smiley und rügt zu schnelles Fahren mit einem traurigen Gesicht. „Tatsächlich drosseln nun viele Fahrzeuge ihr Tempo“, berichtet Julia Jost. Damit kein Gewöhnungseffekt einsetzt, soll das Gerät regelmäßig an anderen Stellen platziert werden.