„Musik ist das Gebet – wer singt, betet doppelt“

Neuenrade..  Musik ist das Gebet – wer singt, betet doppelt. Dies betonte Pater Kamil in seiner Predigt am Sonntagmorgen in der Gemeinde St.Mariä Heimsuchung. Anlässlich der Geburtstagsfeier des Shalomchores hatte er gemeinsam mit Pater Irenäus durch die Messe begleitet.

Vor 40 Jahren entsprang ein Samenkorn, – ein Impuls – , gesetzt von einigen Jugendlichen. Dieser war es, gemeinsam zu musizieren. Daraus wuchs über die Jahre hinweg ein Baum von mehreren Generationen heran.

Nur nach Gehör musiziert

Laut Präses Kamil sei Musik eine Welt der Harmonie, die tiefer gehe und auch tolles zwischen Menschen bewirken könne. Sie schaffe eine Plattform auf menschlicher, zwischenmenschlicher und spiritueller Ebene. Er appellierte an die Gemeinde: „Lassen auch Sie sich neu entflammen. Eine Flamme muss nicht unbedingt groß sein, sondern sie muss glühen.“

1972 entstand die erste Singegruppe, in der nur mit Textblättern und rein nach Gehör musiziert wurde. Am 7. Januar 1975 übernahmen Hubert Wiegert, Wolfgang Nottelmann und Josef Brockhagen dann die Leitung des Jugendchores Shalom, der viele der Jugendgottesdienste auch in den Nachbargemeinden mitgestaltete. Singles wurden aufgenommen, verkauft und durch die Erlöse weitere Arbeiten des Chores gefördert.

Da die Mitgliederzahlen immer mehr wegbrachen, entschloss man sich nach einigen Jahren dazu, den Namen des Chores abzuändern in Shalomchor. Da es nun keine Altersbegrenzung mehr gab, stiegen auch die Zahlen der aktiven Mitglieder wieder an. Momentan zählt der Chor 20 aktive Sängerinnen und Sänger, die Freude an geistlichem und weltlichem Liedgut haben. Unter dem Motto „Einer hat uns angesteckt, mit der Flamme der Liebe“ steht der Chor bis heute.

Bürgermeister Antonius Wiesemann lobt das jüngste Mitglied (David, elf Jahre) des Chores: „Du bist das jüngste und somit das wichtigste Mitglied des Chores, denn du bist die Zukunft und ohne dich geht es nicht!“

Der Vorsitzende des Shalomchores, Josef Brockhagen, freute sich über die vielen Gratulanten und sagte: „Gegen einen Mitglieder-Boom haben wir auch künftig nichts einzuwenden, denn was seit 40 Jahren bestand hat, kann so schlecht nicht sein. Es hat eher noch Berechtigung auf ein 50-jähriges Jubiläum.“ Mitglieder jeden Alters seien eingeladen, beim Shalomchor mitzusingen. Klare Sache, dass der Shalomchor auch seine gesanglichen Fähigkeiten präsentierte – übrigens in Neuenrade erstmals mit dem neuen Chorleiter Rolf Bürgermeister.

Ehrungen

Im Rahmen der Geburtstagsfeier nahm der erste Vorsitzende des Cäcilienverbandes Bistum Essen, Klaus Kottenberg, Ehrungen vor. Birgit Jardzejewski, Ulrike Kordus und Ulrike Wurm bekamen eine Ehrung für zehnjährige Mitgliedschaft, Anne Janine Kittelmann für 25-jährige und als Überraschung bekam Josef Brockhagen eine Ehrung für 50-jährige Mitarbeit und sein Engagement im Cäcilien-Verband. Er freute sich darüber und hofft, dass sich auch noch weitere Menschen anstecken lassen werden.