Museum für Frühgeschichte nicht mehr einsturzgefährdet

Fachbereichsleiter Michael Bathe vor der neuen Steinmauer, die das Fundament stützt.
Fachbereichsleiter Michael Bathe vor der neuen Steinmauer, die das Fundament stützt.
Foto: WP

Wocklum..  Dem „Tag der offenen Tür“ am 3. Mai im Museum der Vor- und Frühgeschichte in Wocklum steht nichts mehr im Wege. Die notwendigen Baumaßnahmen am Fundament des Städtischen Museums sind abgeschlossen. „Die volle Standsicherheit des Museums ist wieder hergestellt“, berichtet Fachbereichsleiter Michael Bathe. Nicht nur ihm fällt ein Stein vom Herzen.

Denn als sich unsere Zeitung vor drei Wochen mit Michael Bathe am Museum für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum trifft, sind seine Sorgenfalten tief. Das Museum darf zu diesem Zeitpunkt aus statischen Gründen nicht betreten werden, weil ein Bach das Fundament unterspült hat. „Gut 200 Jahre hat das Gebäude auf gesunden Füßen gestanden, nun ist eine Notoperation erforderlich“, berichtet Bathe seinerzeit.

Bei einer Umbaumaßnahme sind die gravierenden Mängel ans Tageslicht gekommen. Denn auf ca. 60 Quadratmetern renoviert die Stadt Balve aktuell das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Es wird mit neuem Mobiliar und neuen Fenstern sowie einem Fluchtweg versehen, um hier zusätzlichen Platz für gemeinsame Veranstaltungen des Kreises und der Stadt Balve zu schaffen – wie zum Beispiel „Luise heizt ein“.

Selbst Kindergeburtstage möglich

Der Raum soll rustikal bleiben. Ziel ist es, ihn bereits im Sommer für die Museumspädagogik zu nutzen, um Kindergarten- und Schulkindern die Steinzeit näher zu bringen. Selbst Kindergeburtstage könnten hier zukünftig gefeiert werden.

Weil ein Bachlauf das Fundament unterspült hat, sah die Bauaufsicht des Märkischen Kreises die Statik des Gebäudes akut gefährdet. Der Bauhof der Stadt Balve hatte daher provisorisch eine Abstützung angebracht. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Städtischen Bauhofes ist nun eine Steinwand gemauert worden. „Die bis jetzt vorliegenden Kosten belaufen sich auf ca. 4000 Euro“, berichtet Michael Bathe. Sie werden vom Hauptsponsor RWE und anderen Spendern getragen. „Wir hatten mit viel mehr Geld gerechnet.“

Die Stadt hofft auf weitere Zuschüsse. Denn nach Auskunft von Jakob Graf von Landsberg-Velen, Vorsitzender des Fördervereins Luisenhütte, soll in der Mitgliederversammlung am Montag, 20. April, darüber diskutiert werden, ob und mit wie viel Euro die Sanierungsmaßnahme am Museum für Vor- und Frühgeschichte gefördert wird. Aktionen rund um die Luisenhütte sollen zukünftig mit Veranstaltungen auf Schloss Wocklum vereint werden, um mehr Besucher zu locken.