Mit Muskelkraft Brände löschen wie vor mehr als 100 Jahren

Die Jungfeuerwehr stellt bei Showübungen an 3C-Schläuchen ihr Können unter Beweis.
Die Jungfeuerwehr stellt bei Showübungen an 3C-Schläuchen ihr Können unter Beweis.
Foto: Claudia Heinemann

Eisborn..  Hunderte von Vatertags-Wanderern und Feuerwehrkameraden hatten Christi Himmelfahrt ein Ziel: das Gerätehaus im Bergdorf. Dort nämlich hatte die Löschgruppe Eisborn wieder zum Feuerwehrfest geladen. Eine Veranstaltung, die bereits weit über die Grenzen des Stadtgebiets bekannt und beliebt ist. Und das aus vielen Gründen: Für die Blauröcke bietet das Fest optimale Bedingungen, sich zwischen Getränkewagen und Imbissstand auszutauschen, für die Wandergruppen ein buntes Programm zum Mitmachen, die Jungfeuerwehr kann mit Showübungen an 3C-Schläuchen ihr Können unter Beweis stellen und auch die kleinen Besucher kommen auf der großen Hüpfburg und beim Spielprogramm voll auf ihre Kosten. Und ganz nebenbei leisten ein Infostand über die verschiedenen Rauch-, Brand- und CO2-Melder sowie eine Defibrillator-Vorführung des DRK auch noch wichtige Aufklärungsarbeit.

Mit Blaulicht und Alarm

Ein besonderes Highlight für die vielen Gäste bot die alte Löschspritze aus dem Jahr 1878, die Josef Bludau vor mehr als 20 Jahren aus der Ukraine mit nach Eisborn brachte und wieder liebevoll restaurierte. An ihr konnten die Besucher in kleinen Gruppen mit großem Kraftaufwand testen, wie vor mehr als 100 Jahren Brände gelöscht wurden. Währenddessen genossen die kleinen Besucher die Fahrten mit dem Löschgruppenfahrzeug. „Mit Blaulicht und Alarm – heute ist alles erlaubt“, so Löschgruppenführer Andreas Winkler. Neben den Löschgruppen aus den Nachbarorten reisten am Donnerstag auch zahlreiche Kameraden aus den angrenzenden Städten an. „Die Feuerwehr aus Hohenheide in Fröndenberg besucht uns jedes Jahr, allerdings kommen die nicht zu Fuß, sondern mit dem Trecker“, weiß der Vorsitzende des Fördervereins der Löschgruppe, Udo Loyen, der sich freute, dass auch das Feuerwehrfest 2015 für Jung und Alt – Feuerwehrkamerad und Besucher – wieder ein voller Erfolg wurde.