Balver Höhle
Mit Kettensäge und Bagger aufgeräumt
16.03.2010 | 16:34 Uhr 2010-03-16T16:34:00+0100Balve. Der Blick auf das Wahrzeichen der Hönnestadt ist wieder frei. Mit geballter Kraft der Mitglieder und schwerem Gerät rückten die St.-Sebastian-Schützen morschen Bäumen und wucherndem Gestrüpp vor der Balver Höhle zu Leibe.
Einige der etwa 20 Helfer waren zwar noch etwas gezeichnet von der Geburtstagsfeier des stellvertretenden Vorsitzenden Wilfried Schweitzer am Vorabend, aber alle packten von Beginn an ins Rad, um rund um den Felsendom für Ordnung in der Natur zu sorgen. In Abstimmung mit dem Märkischen Kreis rückten sie mit Kettensägen, Traktor und Bagger an, um in Hand- und Spanndiensten Bäume an beiden Seiten des Hönneufers zu fällen, Büsche zu stutzen und vor allem am Fußweg zur Hönnetalstraßen die Laternen frei zu schneiden.
„Die Bäume sind marode und innen drin faul. Wir mussten sie fällen, weil die Gefahr bestand, dass diese irgendwann zum Beispiel durch Wind umknicken”, sagt der Bauausschussvorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft, Thomas Gödde, der die Aufsicht über die Arbeiten führte. „Außerdem war der Weg so zugewachsen, dass er in der Dunkelheit kaum noch zu sehen war.” Das lag auch daran, dass eine Laterne ausgefallen war, die die Bruderschaft gleich mit reparierte. Das Holz der gefällten Bäume teilten die Schützenbrüder unter sich auf.
Zwei Tage hatte der Märkische Kreis den Schützen dafür eingeräumt, doch so lange brauchten sie gar nicht, denn die Organisation funktionierte so gut, dass sie an allen Stellen gleichzeitig anpackten und die Arbeiten ruckzuck vorankamen. Positiver Nebeneffekt der Aktion: Der Blick von der Hönnetalstraße auf Höhle und Restaurant ist wieder frei.
So viel Arbeit machte natürlich auch hungrig und da ließ sich Friedel Harnischmacher, Wirt des Restaurants Balver Höhle nicht lumpen. Zum Frühstück servierte er Kaffee und Schnittchen, zum Mittagessen etwas Warmes im Schützenheim.
Gleichzeitig fuhren Lkw des Technischen Hilfswerks auf das Höhlengelände. In Absprache mit der Bruderschaft kümmerten sich die Balver THW-Mitglieder um den Grünschnitt oberhalb des Höhleneinganges. Sie seilten sich an dem steilen Hang ab, kletterten über den Zaun und schnitten die dünnen Bäume und Sträucher in luftiger Höhe. „Das klappt ganz gut. Eine kleine Hürde ist nur der Stacheldraht über dem Zaun am Hang. Da müssen wir sehr vorsichtig sein”, sagte Andreas Kandulski vom THW, der die Aktion vom Höhlenvorplatz aus beaufsichtigte.
Aktion "Saubere Landschaft"
Zufrieden zeigte sich auch Brudermeister Engelbert von Croy bei der Aktion am Samstag: „Alles läuft nach Plan. Jetzt kann die Saison beginnen. Es fehlen nur noch die zusätzlichen Gasstrahler.” Diese wurden schließlich gestern in die Höhle eingebaut.
Eine Verschnaufpause bleibt jedoch kaum. Am Freitagnachmittag treffen sich die Schützen zur „Aktion Saubere Landschaft” an der Höhle. Am Samstagvormittag räumen dort die Balver Vereine auf Einladung des Ortsvorstehers Matthias Streiter im Zuge der gleichen Aktion auf.
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