Mit Horn und Trompete zum Landeswettbewerb

Lukas Schulte und Leon Severin
Lukas Schulte und Leon Severin
Foto: WP

Garbeck..  Mit zwei ersten Preisen kehrten die beiden Garbecker Nachwuchsmusiker Leon Severin und Lukas Schulte vom Regionalwettbewerb Jugend musiziert aus Witten zurück. Anfang März wartet beim Landeswettbewerb in Düsseldorf die nächste große Herausforderung auf die Jugendlichen. Beide haben bereits Erfahrung in der zweiten Runde gesammelt. Während der zwölfjährige Leon Severin aus Höveringhausen im Vorjahr schon einmal das Ticket nach Düsseldorf gelöst hatte, ist der 16-jährige Lukas Schulte aus Garbeck sogar schon zum vierten Mal dabei.

Onkel als Vorbild

Mit den Stücken „Orientale“ von J. Ed. Barat und Suite No. 1 von G. P. Telemann überzeugte Leon Severin auf der Trompete die Juroren und wurde mit 23 von maximal 25 Punkten belohnt. Das bedeutete den ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Die beiden Stücke hatte sein Trompetenlehrer Stefan Beumers aus Iserlohn gemeinsam mit ihm ausgesucht. Die Trompete ist das erklärte Lieblingsinstrument des Zwölfjährigen. „Mein Onkel Tim Volkmar spielt auch Trompete, und das hat mich schon immer begeistert“, erklärt er.

Das Vorspielen in Witten verlief ohne Probleme. „Das war zwar ganz schön schwer, und ich war auch richtig aufgeregt. Aber als das Jurygespräch gut gelaufen war und auch das Ergebnis so gut ausgefallen war, habe ich mich riesig gefreut“, sagt Leon Severin.

Auf ebenfalls 23 Punkte und die begehrte Weiterleitung in die nächste Runde brachte es sein Amicitia-Kollege Lukas Schulte mit dem Horn. Der 16-Jährige hat schon häufig am Jugend-musiziert-Wettbewerb teilgenommen, aber noch nie die Qualifikation für den Bundeswettbewerb geschafft. Dabei musste der Garbecker in diesem Jahr unter verschärften Bedingungen antreten: „Als ich in Witten ankam, wurde mir gesagt, dass ich schon eine Viertelstunde früher vorspielen kann. Aber dann saß ich in dem Vorspielraum, und die Jury kam erst eine halbe Stunde später. Ich war sehr aufgeregt.“ Umso größer war anschließend die Freude über das ausgezeichnete Ergebnis.

Große Herausforderung

„Das Horn ist immer wieder eine Herausforderung. Viele sagen, dass es eines der schwersten Instrumente überhaupt ist“, erklärt der Schüler, der im Jugend- und im Hauptorchester des Musikvereins Amicitia Garbeck spielt. „Mich fasziniert besonders die enorme Bandbreite des Horns – sowohl was den Klang angeht als auch die Tonhöhe.“

Dass Lukas Schulte sich für das Horn entschieden hat, war ein Zufall. Er hatte als Fünfjähriger seine ältere Schwester zum Vorspielen begleitet und dort einen Jungen gehört, der Horn spielte. „Als ich das gehört habe, habe ich meinen Eltern gesagt, dass ich genau das auch spielen wollte.“ Diesen Wunsch erfüllten ihm seine Eltern gerne und sind nun wie auch sein Musiklehrer Adrian Ebmeyer aus Iserlohn sehr stolz auf den 16-Jährigen.

Das Horn ist zwar ein wichtiger Teil seiner Freizeit, aber nicht der einzige. Der Schüler verbringt seine Nachmittage nicht nur vor dem Notenständer. „Ich mache auch viel Sport, zum Beispiel spiele ich Fußball und Golf“, sagt Lukas Schulte. Auch für Leon Severin ist die Trompete nur ein Hobby unter mehreren. Er geht sehr gerne Windsurfen und spielt oft Basketball.

Das große Ziel für die beiden Garbecker ist die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. In den nächsten Wochen wollen beide besonders intensiv üben. Nicht nur der Musikverein Amicitia Garbeck drückt für den Auftritt in Düsseldorf die Daumen.

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