Martin Gruschka informiert über Neubau-Pläne

Pfarrarchivar Rudolf Rath, Waltraud Terbrüggen und Christa Kramer.
Pfarrarchivar Rudolf Rath, Waltraud Terbrüggen und Christa Kramer.
Foto: WP

Balve..  Die Kirchengemeinde St. Blasius Balve feiert am Dienstag, 3. Februar, ihr Patronatsfest zu Ehren des Heiligen Blasius. Im „Balver Dom“ beginnt um 18 Uhr das Festhochamt. Als Festprediger wird der stellvertretende Dechant Pfarrer Frank D. Niemeier aus Letmathe vor die Gemeinde treten.

Nicht nur Pfarrarchivar Rudolf Rath freut sich schon sehr auf das Festhochamt, weiß er doch: „Zum Festhochamt bei Patronatsfesten kommen immer sehr gute Festprediger nach Balve.“

Gemeinsam mit Waltraud Terbrüggen und Christa Kramer vom Organisationsteam Blasiusfest machte Rudof Rath gestern Werbung für das Patronatsfest. „Die Kirche ist zu solchen Anlässen immer gut gefüllt, aber der Empfang nach dem Hochamt war im vergangenen Jahr doch nicht ganz so gut besucht“, erinnert sich Christa Kramer. „Deshalb wollen wir in diesem Jahr diesen Programmpunkt weiter aufwerten. Es wäre doch schade, wenn alle nach dem Festhochamt direkt nach Hause gehen.“ Auch Rudolf Rath lädt alle Kirchenbesucher zum anschließenden Beisammenseim im Pfarrheim ein: „Da kann man Gemeinde erleben.“

Bevor sich die Kirchenbesucher zum Empfang im Pfarrheim versammeln, wird in der Kirche der Blasius-Segen erteilt. Die Geistlichen nehmen sich jedes Jahr viel Zeit für diesen Segen, der an jeden Gläubigen einzeln erteilt wird. Mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen soll Gott durch die Fürbitte des Bischofs und Märtyrers Blasius den Empfänger des Segens frei von Halsleiden und jedem anderen Übel halten.

Die Organisatoren freuen sich besonders, dass der Geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes St. Blasius, Martin Gruschka, während des Empfangs am Abend über den geplanten Neubau des Pfarrheims informieren will. „Da wird es bestimmt interessante Neuigkeiten geben“, ist sich Rudolf Rath sicher.

Für den Pfarrarchivar nicht minder interessant sind Leben und Wirken des Schutzpatrons der Balver Kirchengemeinde. Der Heilige Blasius war zunächst Arzt und wurde seiner Tugenden wegen zum Bischof von Sebaste in Armenien gewählt. Er wirkte viele Wundertaten. Durch seine Gebete soll er einen Knaben gerettet haben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Um das Jahr 316 nach Christi wurde er enthauptet.

Rudolf Rath weiß auch von einer Legende die sich Balve abgespielt haben soll. 1691 kam Pfarrer Karl Höynk nach einer langen Nacht voller Krankenbesuche zum Bildnis des Heiligen Blasius und flehte um Hilfe für die vielen durch die Seuche betroffenen Balver. Am nächsten Morgen war jedoch der Pfarrer selbst erkrankt. Die Gläubigen eilten zur Kirche und beteten für ihren Pfarrer vor dem Blasius-Bild – doch der Geistliche starb. Anschließend veränderte sich das Bild jedoch und stellte nach und nach das Gesicht des verstorbenen Pfarrers dar. Als die Gläubigen das Blasius-Bild mit dem Antlitz ihres Pfarrers Höynk betend durch die Straßen der Stadt trugen, verschwand die Seuche tatsächlich aus Balve.