Marco Grote erfolgreich in Papas Fußstapfen

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Balve..  Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Aufgeregt war Marco Grote schon. Denn wenn Papa schon Schützenkönig ist, dann wäre es doch die Krönung, wenn sein Sohn die Kinderkette erringen könnte. Und auch, wenn beim Kinderschießen immer auch etwas Glück im Spiel ist, konnte der Zehnjährige zum Schluss jubeln: Marco Grote landete den 60. Treffer und durfte sich als neuer Kinderschützenkönig von Balve als Mitregentin Marie Kenzler an die Seite holen. Sie dürfte eine souveräne Königin sein, denn auch im Vorjahr war die Zehnjährige bereits in Amt und Würden.

Trotz drückender Hitze hielt sich die Teilnehmerzahl auf dem Niveau des Vorjahres. Ein paar mehr Kinder hätten es vielleicht sein können, bedenkt man, dass allen die 1. Kompanie, die am Abend ihren Dämmerschoppen feierte, mehr als 400 Mitglieder zählt. Aber dafür waren die etwa zehn Kinder, die mitschossen, auch besonders ehrgeizig. „Eigentlich sollte bei 50 Schuss Schluss sein, aber die Kinder hatten noch Lust“, so Susanne Koch von der Schießsportgruppe, die gemeinsam mit Maria Jonen ein wenig Hilfe beim Anlegen leistete. Geschossen wurde nicht mehr mit einer Kinderarmbrust – inzwischen verboten – sondern mit einem Lasergewehr. Damit wenigstens ein Erfolgserlebnis zu hören ist, erfasst eine Tonanlage Treffer und gibt ein Schießgeräusch ab. König wird, wer das Glück hat, den in diesem Fall 60. Schuss zu landen. Neben Marco hatte sich auch Pia als gute Schützin bewährt.

„Noch fünf Schuss“, gaben Maria Jonen und Susanne Koch bekannt. Jeder konnte es nun werden. Vor Marco stehen noch zwei Mädchen. Beide treffen den Vogel, nun darf er nicht nervös werden. Bisher hat er zehn Schuss, zehn Treffer, jetzt nur nicht nervös werden. „Man muss vor allem ruhig atmen“, hatten er und Pia zuvor erklärt. Und das tat Marco offenbar, denn gleich nach dem Siegestreffer fiel er dem Papa in die Arme. Er darf, muss aber nicht, nun mit seiner Königin im Festzug mitlaufen und den Kindertanz eröffnen. Beliebt beim Volk machte König Marco sich auf jeden Fall: Eine ganze Tüte Kaubonbons warfen er und seine Dame in die Menge.

Spiele-Klassiker

Nicht nur Süßigkeiten trösteten die Kinder, die nun nicht König oder Königin wurden: Verena Köster und Carolin Lohmann hatten sich vier Spiele-Klassiker für die Kinder überlegt. Wer möglichst viele Kuh-Stempel sammelte, durfte zum Schluss etwas schönes aus der Siegerkiste ziehen.

Die Wahl fiel meistens auf bunte Spritztiere. Denn was konnte man an so einem heißen Tag schon besser für den heimischen Pool gebrauchen? Ein kleiner Wermutstropfen war, dass das Jugendorchester an diesem Nachmittag nicht auftrat. Wegen vieler Ferien-Ausfälle war es nicht spielfähig.