Lkw-Fahrer müssen Balve großräumig umfahren

Michael Overmeyer und Thomas Raithel (re.) erklären, warum die Hönnebrücke für Lkw über 7,5 Tonnen vorübergehend gesperrt ist.
Michael Overmeyer und Thomas Raithel (re.) erklären, warum die Hönnebrücke für Lkw über 7,5 Tonnen vorübergehend gesperrt ist.
Foto: Marcus Bottin
Was wir bereits wissen
Der Landesbetrieb Straßen.NRW will die Bundesstraße 515 vom Hönnetal bis Balve verlängern. Sie soll am Bahnhof Sanssouci vorbei über das Kruse-Gelände entlang der Bahnstrecke über ein 1,5 Kilometer langes Teilstück zur Bundesstraße 229 führen.

Balve.. Der Landesbetrieb Straßen.NRW will die Bundesstraße 515 vom Hönnetal in Richtung Balve geradeaus weiterführen. Sie soll am Bahnhof Sanssouci vorbei über das Kruse-Gelände entlang der Bahnstrecke über ein 1,5 Kilometer langes Teilstück zur Helle und dort auf die B 229 führen. Schon in fünf Jahren soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. „Ein ehrgeiziges Ziel“, gibt Thomas Raithel, Projektleiter Bau von Straßen.NRW, zu.

Wo genau das Ende der Fortführungsstrecke der B 515 liegen wird, ob vor oder hinter dem Kaller-Heim in der Wocklumer Allee, ist noch unklar. „Das steht noch nicht fest“, teilt Mediensprecher Michael Overmeyer von Straßen.NRW auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Nach Abschluss der Baumaßnahme sollten nur noch Anwohner und Anlieger durch das Viadukt nach Sanssouci fahren. Der Schwerlastverkehr werde dann ohnehin die neue Route wählen.

Brücke für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen gesperrt

Thomas Raithel und Michael Overmeyer informierten am Mittwoch bei einem Ortstermin in Sanssouci über den „schlechten Zustand“ der Hönnebrücke auf der Bundesstraße 229. In dem Bauwerk aus dem Jahr 1870 gibt es Risse, die bis in den Bogen hinein reichen.

Akut einsturzgefährdet sei die Brücke nicht, betont Thomas Raithel. Weil ihre Tragfähigkeit aber nicht mehr endlos gegeben sei, wird die Hönnebrücke Ende Januar für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Ausgenommen von der Regelung sind Fahrzeuge des öffentlichen Personen-Nahverkehrs sowie Feuerwehr- und Rettungswagen, die Sondergenehmigungen erhalten.

Bis Juni werden Umleitungsstrecken über Beckum und Langenholthausen eingerichtet, für die Lkw-Fahrer Umwege von 36 bzw. 34 Kilometer Länge einplanen müssen (siehe Bericht unten).

Saftige Strafen drohen

Fahrer von Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen, die trotz der Sperrung die Hönnebrücke benutzen, müssen mit saftigen Strafen rechnen. Die Polizei sei in den Genehmigungsprozess eingebunden, berichtet Thomas Raithel. „Sie wird intensiv kontrollieren“, kündigt der Fachmann an.

Statiker haben festgestellt, dass die Hönnebrücke, eine der ältesten Steinbrücken Deutschlands, nicht mehr für Belastungen oberhalb von 44 Tonnen ausgelegt ist. Etwa 11.000 Fahrzeuge passieren täglich die Brücke, davon 750 Lkw mit einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und mehr.

Als Provisorium für die nächsten fünf Jahre werden zusätzliche Stützstahlträger angebracht. Je nach Witterung, teilt Thomas Raithel mit, werden die Arbeiten mindestens bis Juni andauern.