Linden vor Garbecker Kirche werden gefällt

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Garbeck..  Die beiden großen Linden vor der Garbecker Kirche Heilige Drei Könige sollen in der nächsten Woche gefällt werden. Das verkündete Hubertus Teipel aus dem Kirchenvorstand während der Mitgliederversammlung des Fördervereins Friedhofskapelle Garbeck. Weil die beiden stattlichen Bäume mit ihrem Wurzelwerk die Kanalisation beschädigen und außerdem nicht genügend Erdreich zur Verfügung haben, um sich gesund weiterzuentwickeln, ist ihr Ende beschlossene Sache.

„Wir werden die Bäume entfernen, solange wir das noch dürfen“, sagte Teipel. Weil das Bundesnaturschutzgesetz derartige Aktionen ab März nicht mehr erlaubt, ist Eile geboten. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Spätestens Ende nächster Woche müssen die Arbeiten aber abgeschlossen sein.

Bäume sind optisch prägend

Dann wird der Garbecker Kirchplatz einen stark veränderten Anblick bieten. Die beiden Linden auf dem Vorplatz waren über Jahrzehnte optisch prägend und werden vielen Kirchenbesuchern fehlen. Hubertus Teipel aus dem Kirchenvorstand betont die Notwendigkeit der Maßnahme: „Wir haben mit Baumexperten gesprochen. Und die haben uns gesagt, dass die Linden ohnehin keine Lösung für lange Zeit seien.“

Neues Pflaster vor Eingang

Weil in den nächsten Monaten dringend erforderliche Sanierungen im Eingangsbereich starten sollen, sei jetzt der geeignete Zeitpunkt, um die beiden Linden zu fällen. Der barrierefreie Eingang zur Märkischen Straße bekommt eine neue Pflasterung. Einige der alten Steinplatten sind marode und locker. Mit einer Anhebung des Geländes soll die derzeitige Rampe überflüssig werden. Die Steigung dieser Rampe entspreche ohnehin nicht den Normen, teilte Hubertus Teipel mit. Außerdem soll während der Baumaßnahme die Kanalisation in dem Bereich überprüft und erneuert werden. Die geschätzten Kosten betragen 55 000 bis 60 000 Euro. „Davon wird die Kirchengemeinde voraussichtlich ungefähr die Hälfte tragen müssen“, teilte der Kirchenvorstand mit.

Kirchturm wird saniert

Ebenfalls noch in diesem Jahr soll die Sanierung des Garbecker Kirchturms in Angriff genommen werden. Der Kirchenvorstand hat sich gegen den Vorschlag ausgesprochen, den Turm zu verkleiden, und gemeinsam mit den Architektinnen das Erzbistum Paderborn davon überzeugt, bei der Maßnahme das gewohnte Erscheinungsbild unverändert zu lassen. Ein Gutachter hat bereits Steinproben entnommen und erarbeitet nun das optimale Sanierungskonzept. Spätestens im Herbst soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Mehr Feuer- als Erdbestattungen

Der Förderverein Friedhofskapelle Garbeck hat im vergangenen Jahr seine Schulden dank mehrerer Sondertilgungen von 48 500 auf 41 500 Euro reduziert und 1400 Euro Überschuss erwirtschaftet. Weil die Zahl an Erdbestattungen aber weiter rückläufig ist, und der Verabschiedungsraum relativ selten vermietet wird, muss der Verein besonders wirtschaftlich kalkulieren. Erstmals gab es 2014 in Garbeck mehr Feuer- als Erdbestattungen. Lag das Verhältnis von Erd- zu Feuerbestattungen in 2010 noch bei 74 zu 26 Prozent oder 2012 sogar bei 81 zu 19 Prozent, so machten Erdbestattungen im Jahr 2015 lediglich noch 47 Prozent aus.

Auch im nächsten Jahr will der Förderverein erforderliche Reparaturen und Erneuerungen an den Kapellen durchführen – und hofft dabei erneut auf tatkräftige Unterstützung durch die Mitglieder.