Künstler fingen an der Luisenhütte den Wind ein
15.06.2008 | 19:47 Uhr 2008-06-15T19:47:03+0200Wocklum. (sim) Lässt sich der Wind künstlerisch darstellen? Uwe Gryzbeck und Ursula Bebko haben es am Wochenende geschafft. Das zweitägige Fest "Luise heizt ein" rund um die Luisenhütte in Wocklum stand ganz im Zeichen des Windes.
Der Märkische Kreis hatte nach dem Erfolg des Vorjahres erneut zu dieser Veranstaltung eingeladen und meldete für die "Nacht der Wunder" am Samstag mehr als 900 Besucher. Die Gäste konnten auf dem Gelände der ältesten erhaltenen Hochofenanlage Deutschlands zahlreiche Installationen und Lichtskulpturen bewundern, und der Wind trug riesige Drachen in den Himmel. Ein Feuerwerk mit Musik bildete den Abschluss des ersten Tages von "Luise heizt ein".
Während rund um die Luisenhütte die Kunst für das Auge geboten wurde, präsentierten die Percussionisten von "Hammerschlag" aus Dortmund im Innern Kunst für die Ohren. Unglaublich, dass sich auf alten Kreissägeblättern, auf Töpfen und Eimern und einer Zinkbadewanne so eine präzise und gekonnte Schlagzeugmusik produzieren lässt. Das Publikum quitterte diese Darbietungen mit viel Applaus.
Der Sonntag war ausgeschrieben als der "Tag des Windes", und die Balver Kinder zeigten, wie dieses Motto zu verstehen war: Mehr als 300 Mädchen und Jungen fanden sich ein, um selbstgebastelte Windvögel steigen zu lassen. Dafür zogen sie in einer langen Prozession auf die Wiese vor dem SGV-Heim, auf dem Höhlenkopf gleich gegenüber der Luisenhütte. Damit beim Drachensteigen auch alles klappt, hatte Anke Sauer zuvor in den Kindergärten und Grundschulen Workshops angeboten, in denen die Kinder ihre Fluggeräte basteltn.
Auf der Wiese warteten am Sonntag auch schon die Experten des Clubs "Windbrand" aus Göttingen mit ganz besonderen Drachen. Jürgen Fricke und Till Harbermann ließen zum Beispiel einen Windvogel mit einer Spannweite von 4,50 Metern in den Himmel steigen. Sie berichteten auch, dass "Luise heizt ein" durch die Drachenbauer zu einem internationalen Ereignis wurde: Kollegen aus Frankreich und Italien waren angereist, weitere deutsche Teilnehmer kamen aus Süddeutschland und dem Saarland.
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