Kripo ist auf der Suche nach dem Brandstifter im Hönnetal

Feuerwehr-Einsatz im Hönnetal: Löschzug-Führer Christian Boike (links) aus Volkringhausen bespricht mit den Atemschutzträgern die Einzelheiten für den nächsten Innenangriff.
Feuerwehr-Einsatz im Hönnetal: Löschzug-Führer Christian Boike (links) aus Volkringhausen bespricht mit den Atemschutzträgern die Einzelheiten für den nächsten Innenangriff.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Rund um den Kamin brannte es im leerstehenden „Haus Haake“, als die Feuerwehr am Dienstag gegen 4 Uhr in Klusenstein, Abzweig Eisborn, eintraf. Brandstiftung wird vermutet. Die Kripo ermittelt.

Hönnetal.. Die Löschgruppen aus Beckum, Eisborn und Volkringhausen sowie die Drehleiter-Besatzung aus Balve hatten unter Anleitung von Christian Boike den Dachstuhlbrand schnell unter Kontrolle. Nach ersten Ermittlungen der Kripo handelt es sich bei dem Feuer im Haus Haake um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung. Deshalb sucht die Polizei jetzt den Täter.

Technischer Defekt ist ausgeschlossen

Nach dem ersten Blick in das seit längerer Zeit leerstehende „Haus Haake“ gingen Feuerwehr und Polizei noch von einem technischen Defekt aus. Der war jedoch von vornherein ausgeschlossen, da RWE-Mitarbeiter Wilhelm Rademacher die Stromleitung vor Tagen stillgelegt hatte. Obwohl er das die Feuerwehr vor Ort wissen ließ, wurde er noch einmal zum Brandherd im Hönnetal gerufen.

„Das Haus Haake verfügt definitiv über keinen Stromanschluss mehr. Denn am 9. März haben wir auf Wunsch des Hauseigentümers, Rheinkalk, die Leitung, die bis zum 80 Meter entfernten Kraftwerk reicht, stillgelegt“, sagt Friedrich Biggeleben, Stellvertretender Leiter des RWE-Standortes Balve, auf unsere Anfrage. Grund für die Demontage der Stromversorgung ist der geplante Abbruch des historischen Gebäudes, das den älteren Balvern noch als Gaststätte und Wegezollstelle bestens bekannt ist.

Wärmebildkamera eingesetzt

Der unbekannte Brandstifter muss das Feuer in unmittelbarer Nähe des Kamins gelegt haben. „Normal fängt man ja unten an“, sagt Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke, der ebenso wie die 43 Feuerwehrkameraden vor Ort war. „Als wir wussten, dass sich keine Personen innerhalb des Gebäudes befinden, haben unsere Atemschutzträger mit Unterstützung der Drehleiter einen Angriff innerhalb und außerhalb des Hauses gestartet“, informiert Feuerwehr-Pressesprecher Kai Gaberle, der mit ansehen konnte, wie seine Kameraden das Dach öffneten, um an die Glutnester zu gelangen. Um genau zu wissen, wo sich das Feuer ausgebreitet hat, setzte die Wehr auch ihre Wärmebildkamera ein.

Nicht zuletzt aus diesem Grunde hatte sie das Feuer schnell unter Kontrolle. Der Schaden an dem Gebäude, das in Kürze der Abrissbirne anheim fallen wird, ist nach Aussage von Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski kaum der Rede wert. Anders stellte sich am Dienstag die verkehrliche Situation im Hönnetal da. Denn durch die Löscharbeiten am Dachstuhl war die Bundesstraße 515 im Bereich Klusenstein, Abzweig Eisborn, für etwa zwei Stunden voll gesperrt – zum Leidwesen der Bürger, die auf dem Weg zum Arbeitsplatz waren.