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Kleine Forscher wurden zu ganz großen Chemikern

08.02.2012 | 18:34 Uhr
Kleine Forscher wurden zu ganz großen Chemikern

Balve/Langenholthausen.Die riesigen Schutzbrillen verdeckten einen Großteil der kleinen Gesichter der Langenholthauser Kindergartenkinder – gerade groß genug für die weit aufgerissenen staunenden Augen. Die Kleinen durften gestern in der Schule am Chemieunterricht teilnehmen.

Nicht in der Schule, in die die 21 Älteren aus dem DRK-Kindergarten ab Sommer sowieso gehen, nein, in der Hauptschule. „Entsprechend aufgeregt waren die Kleinen, haben jeden Tag gefragt, wie oft sie noch schlafen müssen, bevor sie in die große Schule dürfen“, sagte Erzieherin Silke Kapp, die mit ihrer Kollegin Gabi Hamacher, Praktikant Birge Singör vom Mendener Walram-Gymnasium und den Kindern eine Chemiestunde der Klasse 6b besuchte.

Lehrer Dirk Kuhnert hatte die Kinder schnell mit einem Film gefesselt und machte dann klar, dass in seinem Raum klare Regeln gelten: „Wir essen nichts, wir trinken nichts und wir probieren auf keinen Fall etwas von den Stoffen. Außerdem behaltet ihr bitte eure Schutzbrillen auf. Ganz wichtig: Niemand muss Angst haben.“ Dann ging es los. Jeweils zwei Kindergartenkinder experimentierten mit einem Sechstklässler und waren verblüfft, was da in den Reagenzgläsern passierte. Die Kinder waren restlos gebannt. „Das ist schon der Hammer, wie ruhig und konzentriert alle sind“, sagt Silke Kapp, die noch bis zum Ende der Woche an die Chemiestunde im DRK-Kindergarten anknüpfen wird.

„Wir sind zertifiziertes Haus der kleinen Forscher und beschäftigen uns mit unseren älteren Kindern mit Sprudelgasen“, sagt sie. Bis Ende der Woche werden die Kleinen sogar einen Vulkan bauen. Im Zuge dessen fragte der Langenholthauser Kindergarten kurzerhand bei der Hauptschule Balve an. Die haben sofort zugesagt, und damit war der Weg für die Chemiestunde geebnet.

Gegessen, getrunken und probiert hat übrigens niemand. Nur eine kleine Chemikerin bekam es mit der Angst zu tun. Nachdem sie getröstet wurde, trockneten die Tränen aber auch wieder.

Stefan Scherer

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