Klatsch und Tratsch und beste Stimmung

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Balve..  Frauen und Männer – ganz besonders in der Karnevalszeit ein heißes Thema. Was beim Frauenkarneval der kfd Balve mit versöhnlichen Gesten begann, steigerte sich zu praktischen Entsorgungs-Tipps. In ihrer Begrüßung formulierte die kfd-Vorsitzende Angelika Schulte noch den frommen Wunsch, die rund 250 weiblichen Jecken, die in die Schulzentrum-Aula gekommen waren, hätten hoffentlich ihren Männern daheim ein Schild mit der Aufschrift „k f d“ hingestellt. So wüssten diese, es sei „keine Frau da“. Wenig später zeigte die Theatergruppe der kfd dann im Sketch „In der Bank“, wie Frauen ihren Gatten ebenso elegant wie endgültig loswerden können.

Doch keine Angst. Allzu praxistauglich dürfte die Bankräuber-Methode nicht sein. Weil der böse Bankräuber eine Kundin nach deren unbedachter Aussage, den maskierten Gangster zu kennen, kurzerhand erschossen hatte, nutzte eine andere Kundin die Gunst der Stunde. Die Frage des Räubers, ob noch jemand ihn kenne, beantwortete sie gedankenschnell: „Ich nicht – aber mein Mann hier.“ Dumm gelaufen. Allerdings nur im Sketch, denn in der Praxis mussten die jecken Frauen gestern Abend anerkennen, dass Männer sogar beim Frauenkarneval von großem Nutzen sein können: die Herren der Schöpfung durften für den Getränkenachschub sorgen.

Vor der Pause schlug die große Stunde von Settchen und Uschi, die in ihrem ganz privaten Jahresrückblick große und kleine Aufreger im beschaulichen Balve kommentierten. Birgit Rapp begrüßte in ihrer Büttenrede die Besucherinnen zur größten Tupperparty Balves und klagte, dass ihr Thermomix-Experiment, sich den perfekten Mann zu backen, fehlgeschlagen sei. Der Adonis namens Detlef habe sich leider ausschließlich für andere Männer interessiert.

kfd muss improvisieren

Auch der Sketch „Internationale Pflege“ zündete beim Publikum, machte aber wenig Lust auf die nächste Operation – zumindest nicht auf das Zusammentreffen mit einer Krankenhaus-Reinigungskraft mit Migrationshintergrund.

Die weiblichen Jecken fanden den Abend klasse und feierten bis spät in die Nacht. Mit den Besucherzahlen war die kfd allerdings nicht ganz zufrieden. „Wir hätten uns über ein paar mehr Besucherinnen schon gefreut“, sagte die Vorsitzende Angelika Schulte. „Aber es sind momentan auch viele Menschen krank. Wir mussten auch gestern aus Krankheitsgründen noch mehrere Rollen umbesetzen und heute ganz schön improvisieren.“