Kirchensanierung in Garbeck vorgestellt

Die Turmrenovierung erfolgt nach Angabe von Hubertus Teipel voraussichtlich in 2016. Seit Anfang März liegt das Gutachten für diese Maßnahme vor und ist bereits von  Paderborn genehmigt.Foto:Uta Baumeister
Die Turmrenovierung erfolgt nach Angabe von Hubertus Teipel voraussichtlich in 2016. Seit Anfang März liegt das Gutachten für diese Maßnahme vor und ist bereits von Paderborn genehmigt.Foto:Uta Baumeister
Foto: Uta Baumeister

Garbeck..  Mit großen Schritten geht es für den Garbecker Kirchenvorstand auf die geplanten Kirchensanierungsarbeiten zu. Bereits Anfang März sind zwei alte Linden auf dem Vorplatz der Heilige Drei Könige Kirche gefällt worden.

„Die Wurzeln der Linden haben den Kanal geschädigt und Unebenheiten des Pflasterwegs verursacht”, erklärte Hubertus Teipel vom Kirchenvorstand. Der nächste Schritt wird nun die Sanierung des maroden Kanals rund um die Kirche werden. Daran schließt sich die Restaurierung des Kirchturms an. Aktuell wird auch über die Renovierung des Kircheninnenraums diskutiert.

Turmrenovierung ab 2016

Über all diese Themen informierten Dieter Bathe, Hubertus Teipel und Walter Severin vom Kirchenvorstand gestern Interessierte im katholischen Pfarrheim. „Wir haben schöne Bauwerke in Garbeck, die sollten wir auch hervorheben”, betonte Hubertus Teipel.

Im Zuge der Kanalsanierung soll zudem der Kirchenvorplatz zur Märkischen Straße umgestaltet werden. So solle die nicht mehr normgerechte Rampe vor dem Eingang entfernt, das gesamte Gelände angehoben und die Zuwegung von rechts und links barrierefrei gestaltet werden, so Teipel. Stufen werden dann nur von der Märkischen Straße aus notwendig sein. Die Vorplatzumgestaltung werde eine Summe von rund 60 000 Euro kosten, von der das Erzbistum Paderborn 50 Prozent übernehme. „Anders ist das bei der Kanalsanierung. Hier übernimmt Paderborn 70 Prozent”, erläuterte Hubertus Teipel. Für den Kirchenvorstand bedeuten die Baumaßnahmen, dass hohe Summen aufgebracht werden müssen. „Wir werden auch viel ehrenamtliche Eigenarbeit leisten”, sagte Teipel. „Ziel sollte es sein, diese Baumaßnahmen im Spätherbst abgeschlossen zu haben.” Die Pläne des Architektinnenbüros Clemens und Maas lagen gestern zur Einsicht aus.

Die Turmrenovierung erfolge voraussichtlich in 2016, so Teipel. Seit Anfang März liege das Gutachten vor. Dieses habe Paderborn genehmigt, berichtete Kirchenvorstandsmitglied Walter Severin. „Hätte der Gutachter sich gegen die Renovierung ausgesprochen, hätten wir die Finger davon gelassen”, betonte er. Der Turm soll nicht verkleidet, sondern in seiner bisherigen Ansicht erhalten bleiben. „Es wird der Mörtel etwa sechs Zentimeter aus den Fugen herausgenommen und neu aufgebracht. Zudem werden einzelne Steine ausgewechselt”, erklärte Hubertus Teipel. Man kalkuliere für diese Baumaßnahme rund 80 000 Euro.

Aktuell laufen auch Gespräche über eine Innenrenovierung der Kirche. „Unsere Kirche soll im Pastoralverbund als Familienkirche erweitert werden”, berichtete Hubertus Teipel. In Kooperation mit dem Erzbistum Paderborn soll demnächst ein Workshop angeboten werden. Dieser solle dazu dienen, alle Beteiligten und Interessierten an einen Tisch zu setzen und zu fragen, welche Bedürfnisse die Gemeinde habe und welche Ideen und Wünsche berücksichtig werden sollten, erklärte Hubertus Teipel. Bisher sei die Rede von einer Verkleinerung der Kirche gewesen, um unter anderen Kälte und Feuchtigkeit einzudämmen. Doch für große Messveranstaltungen müsse die Kirche genügend Raum bieten, betonte Dieter Bathe. „Bisher sind dies alles Spekulationen. Darum möchten wir die Garbecker Bevölkerung mit ins Boot holen, denn die Innenarbeiten übernimmt nicht der Pastoralverbund, sondern die Gemeinde selbst”, erläuterte Walter Severin. „Wir wollen in alle Richtungen denken und uns nicht verschließen.”

Eine Neuerung soll auch das Carport auf dem Friedhof werden, das im Frühjahr im Bereich der Container installiert wird. Im Frühsommer soll zudem die geschotterte Fläche vor der Friedhofskapelle gepflastert werden.