Keinen Nachfolger für Friedbert Runig gefunden

Foto: Uta Baumeister
Was wir bereits wissen
Für eine Überraschung sorgte am Samstagabend Friedbert Runig während der Jahreshauptversammlung der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Beckum. Nach 27 Jahren Vorstandstätigkeit als Offizier und seit 2003 als stellvertretender Brudermeister, stellte sich Runig nicht mehr zur Wahl.

Beckum.. Seinen Entschluss hatte er dem Vorstand zwar im Vorfeld mitgeteilt, doch Brudermeister Markus Baumeister und seine Vorstandskollegen hatten trotz Gesprächen keinen Nachfolger finden können. So richtete sich der Brudermeister an die Anwesenden und rief dazu auf, dass sich jemand aus den Reihen der Schützenbrüder für das Amt zur Verfügung stelle. „Zu den Aufgaben des stellvertretenden Vorsitzenden zählen die Getränkebestellungen, die Organisation der Thekenmannschaft und die Abrechnung sowie die Repräsentation des Vereins. Mein Aufruf an Euch ist, im Vorstand mitzumachen, denn es muss weitergehen”, erklärte Markus Baumeister.

Vorstand weiter geschäftsfähig

Ein Nachfolger fand sich jedoch während der Versammlung nicht. Laut Satzung ist der Vorstand mit zwei geschäftsführenden Mitgliedern weiterhin geschäfts- und handlungsfähig. Damit dies nur eine vorübergehende Situation ist, wird sich der Vorstand weiterhin bemühen, das vakante Amt neu zu besetzen. Seinem ehemaligen Stellvertreter dankte Markus Baumeister für die gute Zusammenarbeit. „Friedbert Runig hat viel bewegt und organisiert”, lobte er.

Weniger schwierig war es, die anderen zur Wahl stehenden Posten zu besetzen. Wiedergewählt wurden der Kassierer Christoph Finke sowie die Offiziere Henryk Kutsche, Stefan Paul und Burkhard Kuhn. Für den ausscheidenden Offizier Sebastian Wirwa rückte Thomas Stöffer nach. Da Offizier Matthias Rose zum Major aufgestiegen war, wählten die Schützen Markus Brinkschulte als neuen Offizier. Beisitzer Reinhard Dunker stellte sich nicht mehr zur Wahl. Seinen Posten übernimmt Stefan Hamer.

Nach den großen Umbaumaßnahmen in der Hönnetalhalle wird es für die Schützenbruderschaft auch im laufenden Jahr nicht langweilig. In seiner Vorschau stellte Markus Baumeister die wichtigsten Investitionen vor, die nochmals eine fünfstellige Summe verschlingen werden. So werde das Dach des Essraumes renoviert, in der großen Halle werde einen neue Theke installiert und eine Tür ausgetauscht und der Hallenanstrich werde vervollständigt. Zudem müsse das Thema „Lautstärke” angegangen werden. „Wir möchten den Störungen der Nachbarn entgegenwirken. Doch es kann kein Dauerzustand sein, dass bei jeder Veranstaltung zwei Vorstandsmitglieder anwesend sind”, sagte Baumeister. Darum werde auf ein automatisches, technisches System zugegriffen.

Das Schützenfest, das vom 4. bis 6. Juli gefeiert wird, war ein weiteres Thema. Die Frage nach einer Tanzmusik sei noch nicht geklärt, da die Tanzkapelle Iseringhausen abgesagt habe, berichtete Baumeister. Wer die Tanzmusik gestalten wird, entscheide sich Ende März.

Verzicht auf vierte Musikkapelle

Des Weiteren habe der Vorstand über Einsparungsmöglichkeiten nachgedacht, da das Schützenfest im vergangenen Jahr ein Minus eingebracht hatte. Gespräche mit der Veltins-Brauerei seien dahingehend bereits positiv verlaufen. Zudem solle das Großtrampolin für die Schützenfesttage nicht mehr angemietet werden. „Wir haben 1000 Euro Miete zahlen müssen, aber nur 200 Euro eingenommen”, erklärte Baumeister. Auch werde überlegt, ab 2016 auf eine vierte Musikkapelle im Festzug zu verzichten.