Jetzt auch Palliativpflege im St.-Johannes-Wohnheim

Heimleiter Franz-Josef Rademacher ehrte während der Patronatsfeier die langjährigen Mitarbeiterinnen Hedy Leppelmann-Schültke (l.) und Nina Wulf.
Heimleiter Franz-Josef Rademacher ehrte während der Patronatsfeier die langjährigen Mitarbeiterinnen Hedy Leppelmann-Schültke (l.) und Nina Wulf.
Foto: Richard Elmerhaus

Balve..  Nach dem Schlusssegen durch Pfarrer Andreas Schulte bedankte sich Heimleiter Franz-Josef Rademacher bei ihm und den Diakonen für die „schöne Heilige Messe“. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass das Altenpflegeheim St. Johannes am 2. Januar 2015 seinen 20. Geburtstag begeht. „Seitdem schreiben wir eine Erfolgsgeschichte, denn wir blicken seit 1995 auf eine Auslastung unseres Hauses, die stets zwischen 98 und 100 Prozent liegt. Diese Zahlen machen deutlich, wie gut unser Haus angenommen wird“, betonte der Heimleiter.

Das 20. Wiegenfest wird nicht im Januar gefeiert, sondern Mitte 2015 mit einem zünftigen Sommerfest. „Der Termin steht aber noch nicht fest“, so Franz-Josef Rademacher, der darauf verwies: „Die Verweildauer unserer Heimbewohner ist von durchschnittlich zwei Jahren auf wenige Monate zurückgegangen.“

Dieser Wandel stellt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wohnheimes vor enorme Herausforderungen. „Sie haben kaum noch Zeit, die älteren und kranken Menschen richtig kennenzulernen. Um so wichtiger ist es für uns, über qualifiziertes Personal zu verfügen. Unsere guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser Pfund“, erklärte Franz-Josef Rademacher, der am Samstagmorgen auch einen Blick in die Zukunft warf.

Es wird angebaut, weil zu wenig Einzelzimmer vorhanden sind (wir berichteten). Themen sind im neuen Jahr auch der Bürokratismus und der Nachwuchs für die Pflege. „Wir sollten uns mehr mit der Pflege der Heimbewohner als mit dem Bürokratismus beschäftigen. Dies ist aber nur möglich, wenn die Politik die Rahmenbedingungen ändert“, so der Heimleiter, der erst vor einigen Tagen den Medizinischen Dienst im Hause hatte. „Ob diese Prüfungen den Menschen helfen?“

Keine Zweifel kommen bei ihm auf, wenn es um den Nachwuchs in der Altenpflege geht. „Wir können den jungen Leuten einen attraktiven Arbeitsplatz bieten“, erklärte er und ging dann auf die Palliativpflege ein, die inzwischen Einzug in das St.-Johannes-Wohnheim gehalten hat. Möglich ist dieses Angebot durch Marlies Gaberle, die eine gesonderte Ausbildung absolviert hat.

Tanz-Café ist in Planung

In Kooperation mit dem Reha-Sportverein Balve bietet das Altenpflegeheim im neuen Jahr nicht nur Sport für die älteren und kranken Menschen an, auch ein Tanz-Café ist geplant. „Wir möchten für mehr Bewegung und Abwechslung sorgen“, betont Franz-Josef Rademacher, der hofft, dass das St.-Johannes-Wohnheim auch zukünftig große Resonanz in der Öffentlichkeit erfährt.

Dass dies so sein wird, daran haben auch die beiden Mitarbeiterinnen, Hedy Leppelmann-Schültke, die seit 20 Jahren im Altenheim arbeitet, und Nina Wulf, seit 10 Jahren in der Altenpflege, großen Anteil. Beiden dankte der Heimleiter mit einem prächtigen Blumenstrauß.