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Stefan Schwartpaul

Interesse am Beruf macht Lernen einfacher

16.11.2012 | 15:00 Uhr
Interesse am Beruf macht Lernen einfacher
Stefan Schwartpaul hat bei der Firma Rickmeier seine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker hervorragend abgeschlossen.Foto: Richard Elmerhaus

Stefan Schwartpaul ist einer der Auszubildenden, der seine Berufsausbildung im Jahr 2012 mit der Bestnote „sehr gut“ vor den Prüfungsausschüssen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) abgeschlossen hat. Nachdem der Zerspanungsmechaniker von SIHK-Präsident Harald Rutenbeck ebenso wie die anderen herausragenden Auszubildenden geehrt worden ist, haben wir das Gespräch mit dem 20-Jährigen aus Langenholthausen gesucht.

Warum die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker?

Alle Realschüler der 9. Klasse haben ein dreiwöchiges Praktikum gemacht. Ich habe mich für die Firma Rickmeier GmbH in Garbeck entschieden, weil ich von dem, was ich da gesehen und erlebt habe, begeistert war.

Begeisterung allein reicht zumeist nicht aus, um eine Lehrstelle in der Industrie zu bekommen.
Einen Ausbildungsvertrag bei der Firma Rickmeier zu bekommen, das war für mich kein Problem. Ich habe eine Bewerbung geschrieben und wurde wenig später zum Vorstellungsgespräch mit der Chefin Frau Schulz und Ausbildungsleiter Michael Volmer geladen. Zum Schluss dieses Treffens erhielt ich die Zusage für einen Ausbildungsplatz.

Sie haben Ihre Prüfung mit der Note sehr gut bestanden. Hat die Realschule Balve Anteil am guten Prüfungsergebnis, vor allem im theoretischen Teil?
Ja, denn ich habe während meiner Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker im Betrieb, in der Lehrwerkstatt und auch auf dem Hönne-Berufskolleg in Menden von meinen guten mathematischen Kenntnissen, die ich mir auf der Realschule in Balve erworben habe, sehr stark profitiert.


Fällt Ihnen das Lernen leicht?

Wer sich, so wie ich, für seinen Beruf interessiert und sich hinsetzt und lernt, der kommt ganz gut zurecht. So war es auch bei mir. Vor der Zwischen- und Abschlussprüfung habe ich natürlich verstärkt gelernt. Auch auf das Berichtsheft habe ich großen Wert gelegt, in dem ich unter anderem auf exakte Eintragungen geachtet habe.


Welchen Stellenwert besitzt die Lehrwerkstatt in der Firma Rickmeier?
Sie ist ganz wichtig, denn in ihr lernen die Auszubildenden, so wie ich auch, unter Anleitung der sehr guten Fachkräfte den Umgang mit Dreh- und Fräsmaschinen. Diese optimale Betreuung ist die Voraussetzung für eine gute Prüfung.


Nachdem Zwischen- und Abschlussprüfung sowohl im theoretischen als auch im praktischen Teil mit sehr gut benotet wurden, stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?

Seit September besuche ich das Hönne-Berufskolleg in Menden, um mein Fachabitur zu machen. Mein Ziel ist es, Ende Mai zum Abschluss zu kommen. Danach möchte ich Maschinenbau studieren.


Haben Sie schon eine Fachhochschule ins Auge gefasst?

Es gibt drei Möglichkeiten für mich, entweder in Iserlohn, Meschede oder Bochum.

Wie beurteilen Sie nach Abschluss Ihres Studiums Ihre Berufschancen?

Bedingt dadurch, dass ich durch meine Ausbildung bereits praktische Erfahrung in einer Firma gesammelt habe, ist die Aussicht, als Maschinenbau-Ingenieur einen Job zu bekommen, sehr gut.

Sehr ambitioniert während der Ausbildung und jetzt das Fachabitur vor der Brust, bleibt da noch Zeit für Hobby und Feten?
Auf jeden Fall. Lernen nimmt bei mir nicht so viel Zeit in Anspruch. Das sieht allerdings ganz anders aus, wenn ich mich, wie in dieser Woche, auf die Klausuren vorbereiten muss, die oftmals dicht beieinander liegen.

Die 2. Mannschaft des TuS Langenholthausen, in der Sie eine tragende Säule sind, muss sich derzeit eher nach unten, als nach oben orientieren. Was ist der Grund?
Wir haben einen kleinen Kader, der zudem durch einige verletzte Spieler ausgedünnt worden ist. Überdies hat es an Motivation gefehlt, die aber unter dem neuen Trainer André Croce wieder vorhanden ist. Unser Ziel ist es, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, nachdem Ruhe in das Team eingekehrt ist.


Schafft der Fußballer Stefan Schwartpaul den Sprung in die erste Garnitur des TuS Langenholthausen?
Darüber mache ich mir derzeit keine Gedanken. Ich spiele sehr gern in der Zweiten, weil ich in dieser Mannschaft viel Spaß habe.

Richard Elmerhaus

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2012-11-16 15:00
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