Interaktive Tafeln für das Schulzentrum

Das Schulzentrum in Balve hat jetzt neun Whiteboards erhalten, sechs gehen an die Realschule, drei an die Hauptschule. Die Tafeln sind durch Geld der Stadt, der Sparkasse und der Fördervereine finanziert worden.
Das Schulzentrum in Balve hat jetzt neun Whiteboards erhalten, sechs gehen an die Realschule, drei an die Hauptschule. Die Tafeln sind durch Geld der Stadt, der Sparkasse und der Fördervereine finanziert worden.
Foto: WP

Balve..  Tafeldienst gehört in diesen Klassen- und Fachräumen der Vergangenheit an: Das Balver Schulzentrum ist jetzt mit neun interaktiven Whiteboards ausgestattet worden. Sechs sind in der Realschule Balve zu finden, drei in der Hauptschule. Damit haben beide Schulen ab sofort ganz moderne Unterrichtsmaterialien: „Wir glauben, dass diese Art des Unterrichts Kinder ganz anders erreichen kann“, sagt Nina Fröhling, Leiterin der Realschule Balve. „Fast jedes Kind hat ein Tablet zu Hause. Ein Whiteboard ist so etwas wie ein riesiger Tablet-Computer.“

Die Schulen hatten sich verschiedene Systeme der interaktiven Tafeln in umliegenden Schulen angesehen, diese ausprobiert und sich dann für einen Hersteller entschieden: „Das System ist unkaputtbar und einfach zu handhaben“, sagt Thomas Münch, Konrektor der Realschule. „Man kann die Tafel mit einem normalen Whiteboard-Stift beschreiben, man kann die Tafel aber auch mit dem Finger oder einem Spezialstift bedienen.“ In einer ersten Fortbildung sind bereits Lehrer für das neue System geschult worden, weitere Weiterbildungen sollen noch folgen.

Videos auf der Tafel zeigen

Die ersten Erfolge seien bereits zu sehen: Schüler verfolgen den Unterricht aufmerksam, helfen ihren Lehrern sogar manchmal mit der Technik weiter. Auf die Tafeln kann der Lehrer nicht nur schreiben, er kann darauf auch Videos zeigen, darüber Audiostücke abspielen. „Viele Schulbuchverlage bieten zudem eigene digitale Unterrichtsmaterialien für Whiteboards an“, sagt Nina Fröhling, Realschul-Leiterin. Nicht nur Rechenaufgaben erscheinen dann auf dem Board, auch Diagramme aus den Naturwissenschaften laufen darüber ab.

Ein weiterer Vorteil: Schüler müssen nicht immer mitschreiben, der Lehrer kann Tafelbilder speichern und anschließend per E-Mail an die Klasse verschicken. „Whiteboards sind eine tolle Ergänzung und Erweiterung des herkömmlichen Unterrichts“, sagt Hauptschulleiterin Ulrika Scholder.

Da die Stadt Balve knapp bei Kasse ist, fanden die Schulen bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis sowie bei den beiden Schulfördervereinen finanzielle Unterstützung: „Wir haben dazu auch noch unsere Etatreste zusammen gekratzt“, sagt Ulrika Scholder lachend. Ein Whiteboard kostet rund 4500 Euro. Nach den Sommerferien soll es einen ersten Erfahrungsaustausch zwischen Schulen und Stadtverwaltung geben.

Übrigens: Eine herkömmliche Kreidetafel hängt immer noch in den modernen Klassenzimmern. Sie wird aber nur noch für Notizen genutzt.

Whiteboards sind interaktive Tafeln

Der Begriff „Whiteboard“ heißt übersetzt „weiße Tafel“. Ein interaktives Whiteboard vereint die Möglichkeiten einer herkömmlichen Tafel mit denen eines Multimedia-Computers.

Ein Whiteboard besteht aus einer weißen Tafel von etwa der Größe einer herkömmlichen Schultafel, einem Beamer und einem Computer.

Die Geräte sind untereinander vernetzt.

Auf dem Computer ist eine Software installiert, die die Arbeitsfläche des Whiteboards interaktiv macht. Der Beamer überträgt das Bild vom Rechner auf die Oberfläche des Whiteboards.