In Garbeck wird neuer Korpus Christi gesucht

Korpus Christi in Garbeck.
Korpus Christi in Garbeck.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Friede, Freude, Eierkuchen im Stadtgebiet Balve? Nicht immer. Denn im Jahr 2014 gab es Ereignisse, bei denen man aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommt.

Balve..  Friede, Freude, Eierkuchen im Stadtgebiet Balve? Nicht immer. Denn im Jahr 2014 gab es Ereignisse, bei denen man aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommt. Zum Beispiel in Garbeck, als unbekannte Vandalen abermals das Wegekreuz stark beschädigten.

Warum wird ein Korpus Christi zerschlagen? Eine schlüssige Antwort darauf werden wohl auch die drei Garbecker Vinzenz Schulte, Hubert Priggel und Theo Klüter nicht geben können. Auf ihre Initiative hin war das Wegekreuz auf dem Hakenhorn installiert worden. Sie setzten mit 2400 Euro eine hohe Belohnung aus, um die Täter zu finden. Ohne Erfolg. Sie konnten nicht ermittelt werden.

Garbeck wäre aber nicht Garbeck, wenn das Dorf gegenüber Vandalen klein beigeben würde. Und so hatten die „Hellen Köppe“ eine Idee, wie sie ihre verloren gegangene Wette bei der Karnevalsfeier des MGV „Amicitia“ einlösen können. Sie organisierten eine Autowaschaktion, schrubbten 66 Autos blitzblank und erzielten einen Gesamterlös von stolzen 800 Euro. Das Geld soll helfen, den Korpus Christi zu ersetzen.

Wie MGV-Vorsitzender Alexander Schulte mitteilt, hat die Suche nach einem neuen Korpus bereits begonnen. „Und sollte eine Deckungslücke eintreten, ist der MGV gerne bereit, Geld beizusteuern.“

Kirche in L.A. beschmiert

Auch in Langenholthausen wollte der Kirchenvorstand den Schmierfinken nicht das Feld überlassen. Dabei hatte der Geschäftsführende Vorsitzende Michael Grote Ende März 2014 noch fassungslos vor der St.-Johannes-Kirche gestanden und erklärt: „Es scheint keinen Respekt mehr vor fremden Eigentum zu geben.“ Anlass waren Sprayer, die an der Außenwand sowie an der hinteren Turmseite die Worte „Wotan“, „Thor“ und mehrere X-Buchstaben mit silberner Lackfarbe beschmiert hatten. Wer dahinter steckt, ist bis heute nicht bekannt. Aber auf die WP-Berichterstattung gab es Reaktionen. So meldete sich ein Balver bei Michael Grote. Der Anrufer stellte kostenloses Reinigungsmittel zur Verfügung, so dass Michael Grote zumindest die Klinkersteine von der Farbe befreien konnte. Bei der weißen Außenwand half aber selbst das beste Reinigungsmittel nicht. Kosten für den Neuanstrich: Mehrere Hundert Euro.

Baum in Eisborn angesägt

In Eisborn erwachte Ende März 2014 die Natur. Aber ein bedenkliches Ereignis versetzte die Dorfgemeinschaft in Angst und Schrecken und bereitete Ortsvorsteher Martin Danne schlaflose Nächte. Quer über die Kreisstraße 29 lag in Höhe des Ponyhofes ein Berg-Ahorn. Er war umgekippt. Der Baum mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern war wohl mit einer Handsäge bis auf einen kleinen Rest von drei Zentimetern angesägt worden – das belegte das feine Sägemehl an der Rückseite des Ahorns. Ergo eine vorsätzliche Tat. Ein „kleiner Windstoß“ habe genügt, um den hohen Baum zu Fall zu bringen.

„Das ist kein Schildbürgerstreich mehr“, sagte Ortsvorsteher Martin Danne. „An der Stelle gehen Kinder zur Schule, dort werden Pferde geritten und der ganz normale Straßenverkehr führt natürlich auch über die Burgstraße.“ Die Polizei ermittelte wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, tappt aber bis heute im Dunkeln. „Ich habe viele Gespräche geführt, aber es gab keinen Fahndungserfolg“, berichtet Martin Danne.

Telefonbetrügerin in Garbeck

Nicht mit Vandalen oder Sprayern, aber mit einer Telefonbetrügerin hatte es Gundhild Busche aus Garbeck im Februar 2014 zu tun. Die Frau am Telefon sprach gebrochen Englisch und gab sich als Unternehmensmitarbeiterin von Microsoft aus. Sie erzählte mit aufgeregter Stimme, dass der Computer von Gundhild Busche mit einem Virus verseucht sei. Busche ließ sie abblitzen. „Ich habe ihr erklärt, dass ich keine Zeit dafür habe, sie sich am nächsten Tag wieder melden soll, und dann aufgelegt.“

Einen Anruf hat sie einen Tag später nicht mehr erhalten. In der Zwischenzeit hatte sich die Garbeckerin aber im Internet schlau gemacht. Und siehe da: Das Landeskriminalamt warnte genau vor dieser betrügerischen Masche. Die unbekannten Anrufer geben sich als Mitarbeiter des „Microsoft Supports“ aus, rufen wahllos Haushalte an und verlangen, dass auf dem Computer des Angerufenen eine Sicherheitssoftware installiert wird. Vorsicht! Das ist ein Trick, um ihren Opfern Geld abzuknöpfen.

Am Tag der WP-Veröffentlichung meldeten sich mehrere Balver in der Redaktion. Sie würden diesbezüglich zum Teil seit Wochen über eine 0800-er Nummer angerufen.

Dreister Raub in Balve

Weniger Glück hatte eine 60-jährige und stark sehbehinderte Frau aus Balve am 11. April 2014 am Rande der Hönnetalstraße. Sie wurde skrupellos ausgeraubt. Neben ihr hatte ein Wagen angehalten. Eine Frau fragte, wo das nächste Krankenhaus liege. Die ältere Dame sollte ihr den Weg auf einer Karte zeigen. Da die Balverin schlecht sieht, aber nicht unhöflich sein wollte, beugte sie sich in das Seitenfenster.

Das wurde ihr zum Verhängnis. Die Beifahrerin gab ihr einen Kuss und stahl ihr anschließend eine sehr wertvolle Goldkette. Der dreiste Raubüberfall konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.