Im Mai rollen Lkw wieder über die Hönnebrücke

Mit der Sanierung der Hönnebrücke in Sanssouci soll in dieser Woche begonnen werden.
Mit der Sanierung der Hönnebrücke in Sanssouci soll in dieser Woche begonnen werden.
Foto: Richard Elmerhaus

Balve/L.A..  Michael Overmeyer, Pressesprecher Landesbetrieb StraßenNRW, verkündet eine Osterbotschaft, die vor allem die Transportunternehmer und Lkw-Fahrer erfreuen wird. „Wir werden nach den Feiertagen mit der Sanierung der Hönnebrücke beginnen. Das Material ist bestellt, jetzt hoffe ich, dass die Sanierung wie geplant beginnen kann, obwohl die Hönne sehr viel Wasser führt“, heißt es aus Hagen.

Ende Januar sperrte der Landesbetrieb StraßenNRW die Hönnebrücke in Sanssouci mit der Begründung: Die Gewölbebrücke wurde von der Projektgruppe „Brückenertüchtigung“ nachgerechnet, und zwar mit dem Ergebnis, das Bauwerk für die bisher zulässige Belastungsklasse (40 Tonnen) ist beschädigt. Unter anderem sind im Scheitel eines Brückenbogens deutlich sichtbare Riss-Schäden aufgetreten, die bis unmittelbar unter die Fahrbahnplatte reichen. Die Konsequenz aus der Untersuchung: Die Hönnebrücke ist für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen gesperrt. Gleichzeitig wurde eine Umleitungsstrecke von fast 36 Kilometern für den Schwerlastverkehr ausgeschildert.

Zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit sollte kurzfristig eine Notunterstützung errichtet werden. Da jedoch die erforderlichen Arbeiten lange auf sich warten lassen, fragte die WP bei Michael Overmeyer nach, wann es denn endlich so weit sei mit den Sanierungsarbeiten?

„Mit der Sperrung hat das Drama begonnen, denn wir haben natürlich keine Pläne in der Schublade, wie dies beim Neubau einer Brücke der Fall gewesen wäre. Deshalb mussten wir erst einmal ein Ingenieurbüro finden, das für uns die Statik macht. Dazu waren etliche Bohrungen erforderlich. Vor diesem Hintergrund liegen wir sehr gut in der Zeit“, erklärt Overmeyer.

„Vorlaufzeit von etwa drei Monaten“

Der Pressesprecher kennt zwar die immer lauter werdende Kritik, weil in Sanssouci nichts passiert. Aber von überstürztem Handeln hält er nichts. „Für eine tragfähige Hönnebrücke benötigen wir eine Vorlaufzeit von etwa drei Monaten, um uns mit dem Ingenieurbüro abzustimmen“, betont Michael Overmeyer und geht dann auf das Ausschreibungsverfahren ein.

Das ist verkürzt durchgeführt worden, um zeitnah mit der Maßnahme beginnen zu können. „Wir wollen mit den Arbeiten auf jeden Fall vor Beginn der Großveranstaltung Balve Optimum International fertig sein“, sagt der Pressesprecher. Um dieses Ziel zu erreichen, kalkuliert er für das Anbringen der Stahlträger und Mantelrohre etwa vier Wochen ein. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, dann können auch die 40-Tonner im Mai wieder über die Hönnebrücke in Sanssouci fahren.

Im Zusammenhang mit der Brückensperrung sind in Langenholthausen Lichtsignalanlagen installiert worden, um auf der Kreuzung B 229, Sunderner und Iserlohner Straße den Verkehr zu ordnen. Nachdem die Kreisstraßen 12/14 wieder befahrbar sind, machen die Anlagen nach Meinung der Autofahrer keinen Sinn. „Die Ampeln gehören abgeschaltet, denn als sie vor zwei Wochen ausgefallen sind, lief der Verkehr besser als zuvor“, gibt Josef Schäfer die Meinung von zahlreichen Langenholthausern wieder, die stinksauer sind auf StraßenNRW.

„Unfallrisiko zu groß“

Davon hält der Pressesprecher des Landesbetriebs StraßenNRW allerdings nichts. „Das Unfallrisiko durch das Ausschalten der Ampeln ist zu groß. Denn auf der Bergstrecke, Sunderner Straße, kommen die Lkw nur dann auf die B 229, wenn die Lichtanlagen in Betrieb sind. Es fahren auch nach Öffnung der Kreisstraßen 12 / 14 noch viele Lkw durch Langenholthausen, weil wir sie in Sanssouci von der Bundesstraße 515 auf die Landstraße 686 umleiten“, sagt Michael Overmeyer.