Hönnebrücke wird ab Anfang März saniert

Mit der Sanierung der Hönnebrücke beginnt Straßen.NRW Anfang März.
Mit der Sanierung der Hönnebrücke beginnt Straßen.NRW Anfang März.
Foto: Richard Elmerhaus

Balve.. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat von heute auf morgen die Hönnebrücke in Sanssouci für den Schwerlastverkehr gesperrt und damit für großen Unmut bei den Spediteuren gesorgt. Ihre Fahrzeuge, soweit sie nicht mit einer Sondergenehmigung unterwegs sind, müssen bedingt durch die Umleitungsstrecken bis zu 36 Kilometer mehr zurücklegen, um ans Ziel zu kommen.

Die Hönnebrücke auf der Bundesstraße 229 in Sanssouci wurde von der Projektgruppe „Brückenertüchtigung“ nachgerechnet mit dem Ergebnis, dass das Bauwerk für die bisher zulässige Belastungsklasse nicht mehr geeignet ist. Unter anderem sind im Scheitel eines der Brückenbögen deutlich sichtbare Rissschäden aufgetreten, die bis unmittelbar unter die Fahrbahnplatte reichen. Aus diesem Grund wurde am 30. Januar 2015 eine Sperrung des Bauwerkes auf 7,5 Tonnen festgesetzt und Umleitungsstrecken für den Schwerlastverkehr ausgeflaggt. Zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit wird eine Notunterstützung errichtet. Damit soll nach Angabe von Michael Overmeyer, Pressesprecher von Straßen.NRW, Anfang März begonnen werden.

Die Sanierung der Hönnebrücke beziffert die Behörde aus Hagen mit rund 100 000 Euro und einer Bauzeit von fünf Monaten. Nach Meinung von Experten eine viel zu lange Spanne. „Wir brauchen aber viel Zeit, weil wir keine Sanierungspläne in der Schublade haben. Wir haben zwar eine Idee, wie wir die Hönnebrücke verstärken, aber sie muss statisch verifiziert werden. Überdies müssen an den Brückenenden Auflager gemacht werden, die 28 Tage benötigen, um auszuhärten“, verteidigt Michael Overmeyer das Zeitfenster.

Etliche Sondergenehmigungen

Für einen eingeschränkten Nutzerkreis – Fahrzeuge des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und Rettungsfahrzeuge sowie landwirtschaftliche Fahrzeuge – bleibt das Bauwerk per Sondergenehmigung befahrbar, so hieß es im Januar. Inzwischen haben der Märkische Kreis und die Stadt Balve aber etliche Sondergenehmigungen herausgegeben, die bei den Polizeikontrollen vorgelegt werden müssen.

Durch die flexible Präsenz der Polizei hält sich laut Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis die Anzahl der Lkw-Fahrer, die das Durchfahrtsverbot missachten, in Grenzen. Sowohl dem Früh- als auch dem Spätdienst der Polizei sind in den vergangenen Tagen 45 Lkw-Fahrer in Sanssouci ins Netz gegangen. Darunter waren 32 Fahrzeuglenker, die das Durchfahrtsverbot missachtet haben. „Uns ist nicht bekannt, dass ein ertappter Lkw-Fahrer trotz der Sperrung nochmals den Versuch unternommen hat, die Brücke zu passieren“, sagt Polizei-Oberkommissar Stefan Schulte.

Mit Blick auf das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße 229 im Bereich Sanssouci kommt der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde zu dem Schluss: „Das Verkehrsaufkommen ist durch die Sperrung der Hönnebrücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zurückgegangen.“ Allerdings haben laut Verkehrsdienst die Sondergenehmigungen, die vom Märkischen Kreis und der Stadt Balve herausgegeben werden, zugenommen. Nicht nur der Öffentliche Personen-Nahverkehr, auch DHL und UPS dürfen inzwischen die Brücke mit ihren Fahrzeugen überqueren.

45 Bußgeldverfahren eingeleitet

„Wir werden weiterhin kontrollieren und ein Auge auf die Brücke haben. Wenn wir einen Lkw anhalten, weil er gegen das Durchfahrtsverbot verstoßen hat, wird von uns das gesamte Programm durchgezogen. Deshalb haben wir auch 45 Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Bußgeldstelle legt letztlich fest, ob 75 oder 150 Euro gezahlt werden müssen, wenn die Sperrung von den Lkw-Fahrern ignoriert worden ist“, sagt Polizei-Oberkommissar Stefan Schulte.