Hoch „Annelie“ verschärft die Waldbrandgefahr dramatisch

In den Wäldern am Niederrhein hat die Feuerwehr schon erste Brände gelöscht. Auch in Balve besteht eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
In den Wäldern am Niederrhein hat die Feuerwehr schon erste Brände gelöscht. Auch in Balve besteht eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Hitze wird am Wochenende weiter zunehmen - und somit die Gefahr von Waldbränden. Das Grillen in Waldnähe ist streng verboten.

Balve.. Hochdruckgebiet „Annelie“ soll nach Auskunft der Wetterfrösche dem Stadtgebiet Balve am Samstag den heißesten Tag des Jahres mit mehr als 35 Grad bescheren. „Mit dem tropischen Wetter steigt auch die Waldbrandgefahr kontinuierlich an“, berichtet der Leiter des Forstbetriebsbezirkes Balve, Richard Nikodem, auf Nachfrage. Und weiter: „Schon heute besteht die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe, nämlich Stufe 4. Das bedeutet hohe Gefahr.“

Die Landesbetrieb Wald und Holz appelliert daher an alle Ausflügler, sich bei der laut Nikodem „für den Wald zunehmend prekären Wetterlage“ umsichtig und verantwortungsvoll zu verhalten. „Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen können verheerende Folgen haben“, sagt der Forstbeamte. Im Wald selbst gelte seit dem 1. März absolutes Rauchverbot. „Und auch das Grillen oder Entzünden eines Feuers in einem Abstand von weniger als 100 Metern zum Wald ist ohne Genehmigung der Forstbehörde gesetzlich verboten.“ Fahrzeuge sollten zudem unbedingt auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, um die Zufahrten für Feuerwehrfahrzeuge nicht zu blockieren.

Oftmals vorsätzliche Tat

Besorgt ist der Balver Revierförster Richard Nikodem bei den tropischen Temperaturen auch deshalb, weil in Deutschland mehr als ein Viertel aller Waldbrände vorsätzlich gelegt werden. Nikodem: „Alle Waldbesucher sollten daher die Augen offen halten und bei Feuer oder unmittelbar drohender Waldbrandgefahr sofort die Feuerwehr oder Polizei benachrichtigen.“

Diesen Satz unterstreicht auch Stadtbrandinspektor Frank Busche. Die Wehr sei derzeit zwar nicht in „erhöhter Alarmbereitschaft“, aber für den Ernstfall gewappnet. Mehr als 10 000 Liter Löschwasser stehen laut Busche für den Erstangriff zur Verfügung. „Auch die Landwirte würden dann mit Güllefässern voll Wasser aushelfen.“