Herzinfarkt: Radfahrer (50) aus Balve hat drei Schutzengel

Schnelle Erste Hilfe rettete einem 50-jährigen Radfahrer aus Balve das Leben.
Schnelle Erste Hilfe rettete einem 50-jährigen Radfahrer aus Balve das Leben.
Foto: Lutz Leitmann
Was wir bereits wissen
Der 50-Jährige aus Balve, der am späten Dienstagabend beim Radfahren in Langenholthausen einen Herzinfarkt erlitt, hatte gleich drei Schutzengel, die ihm das Leben retteten.

Balve/Langenholthausen.. Als er gegen 22 Uhr auf der Sunderner Straße plötzlich vom Rad stürzte, lag er so lange bewegungslos auf der Straße, bis ein Autofahrer und zwei Bürger aus Langenholthausen erkannten, wie schlimm es den Hönnestädter erwischt hatte. „Erst hatte er noch einen Puls, der aber plötzlich weg war“, schildert eine Zeugin die dramatische Situation, die dazu führte, dass der Radfahrer reanimiert werden musste.

Beruflich bedingt mit Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut, machten sich die Ersthelfer daran, den Radfahrer so lange zu betreuen, bis Rettungsassistenten und Notarzt auf der Sunderner Straße in L.A. eintrafen.

Wie schlecht es dem Balver nach dem Herzinfarkt ging, dafür ist die intensive Behandlung durch den Notarzt und die Rettungsassistenten ein beredtes Beispiel. Denn erst nach mehr als einer Stunde war der Patient so stabil, dass er mit dem Rettungswagen in das Karolinen-Krankenhaus zu Hüsten eingeliefert werden konnte.

Helfen nicht mehr selbstverständlich

Einhelliger Tenor: Ohne das beherzte Eingreifen der drei Bürger hätte der Radfahrer den Herzinfarkt nicht überlebt. Die Helfer wollen aber nicht ins Rampenlicht gerückt werden, sondern mit ihrer Soforthilfe darauf aufmerksam machen, dass „wir nicht wegschauen dürfen, wenn andere unsere Hilfe benötigen“. „Leider ist Helfen heute nicht mehr selbstverständlich“, betont eine Zeugin.