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Hemmschwelle vor dem Bildungspaket soll wegfallen

13.02.2012 | 17:19 Uhr

Balve.Die Diplom-Pädagogin Anika Schäfer aus Iserlohn hat gestern Morgen ihre Arbeit an den vier Grundschulen und der Städtischen Realschule Balve aufgenommen.

Die Schulsozialarbeiterin von der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn will mit ihrer Schaffenskraft die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes fördern. „Durch dieses finanzielle Angebot sollen die Schülerinnen und Schüler aus Familien mit geringem Einkommen gefördert werden“, informierte der Fachbereichsleiter Schule, Michael Bathe, in der Grundschule St. Johannes Balve.

Um den Kindern die Chance zu bieten, am sportlichen und kulturellen Leben in der Stadt Balve teilnehmen zu können, stellt der Märkische Kreis für das Bildungs- und Teilhabepaket knapp 36 000 Euro zur Verfügung.

„Wir haben uns nach reiflicher Überlegung für die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn entschieden, weil wir davon überzeugt sind, dass sie die Schulsozialarbeit am besten umsetzen kann“, sagt Michael Bathe, der dennoch nicht ganz zufrieden ist. „Dieses Projekt ist so wichtig, dass ich mir gewünscht hätte, es wäre nicht auf zwei Jahre beschränkt worden.“

Ralf Bouerdieck-Thiem, Bereichsleiter Evangelische Jugendhilfe Iserlohn, wird gemeinsam mit den Schulleitern und seiner Kollegin Anika Schäfer ein Konzept für die tägliche Arbeit erstellen. Insgesamt 25 Stunden steht die Diplom-Pädagogin den Balver Schulen und den Eltern zur Verfügung, um den Kindern von Leistungsempfängern den Weg in Sport- und Kulturvereine, den Besuch einer Musikschule, Klassenfahrten oder Nachhilfeunterricht zu ermöglichen. Anika Schäfer gestaltet aber auch den Übergang der Schüler in den Beruf mit.

Eltern, die für das Ausfüllen der Anträge auf professionelle Hilfe zurückgreifen möchten, wählen die kostenfreie Telefon-Nummer 0800/288 2255, um einen Termin mit Anika Schäfer zu vereinbaren. Die Schulsozialarbeiterin bietet nicht nur Sprechstunden in den Schulen an, sie ist auch bereit, Eltern in deren Wohnung zu besuchen. Diskretion ist garantiert.

Die designierte Rektorin der Grundschule Balve, Birgit Heckmann, ist begeistert von der Schulsozialarbeit. „Der Bedarf ist da, weil es Eltern, gibt, die die Unterstützung brauchen. Zudem wird ihnen durch Frau Schäfer die Scheu genommen. Wenn die Hemmschwelle abgebaut wird, kommen die Kinder auch in den Nutzen des Bildungs- und Teilhabepakets. Das ist nicht nur toll, sondern auch ganz wichtig für die Kinder“, schwärmt Heckmann schon jetzt von einer guten Zusammenarbeit.

Richard Elmerhaus

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