Hausärztemangel könnte katastrophale Ausmaße annehmen

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Guido Grote bei den  Balver Begegnungen.
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Guido Grote bei den Balver Begegnungen.
Foto: WP

Balve..  Hohen Besuch aus Berlin empfingen die Balver CDU und das Stadtmarketing am Montag zu ihren dritten Balver Begegnungen. Rund 80 Zuhörer verfolgten im Gesundheits-Campus, was der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Karl-Josef Laumann, und der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Thomas Müller, zur ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum zu sagen hatten.

Karl-Josef Laumann, der auch Patientenbeauftragter der Bundesregierung ist, warnte eindrücklich vor katastrophalen Entwicklungen. Was sich heute schon vielerorts als Problem darstelle, könne in zehn Jahren dramatische Auswirkungen auf das Leben unzähliger Menschen außerhalb der Städte haben: die Unterversorgung mit Hausärzten.

„Es wird seit Jahren nur noch über Fachärzte geredet“, klagte Laumann, „während der Allgemeinmediziner ein Aschenputteldasein führt.“ Diese fatale Entwicklung müsse gestoppt werden, forderte der Staatssekretär – und erhielt viel Beifall von seinen Zuhörern. Er könne sich eine medizinische Versorgung ohne den „guten, alten Landarzt nicht vorstellen“, erklärte Laumann und nannte dabei gleich das Hauptproblem: viele Hausärzte sind schon relativ alt und werden in absehbarer Zeit nicht mehr praktizieren.