Haus am Breitenteich abgerissen

Neuenrade..  Nach mehr als zwei Jahren Leerstand wird das Haus, in dem sich bis zuletzt das Bistro „Zur Lok“ befunden hatte, abgerissen. Jetzt rückte dort schweres Gerät an, um das Gebäude, das bereits mehr als 100 Jahre dort stand, abzureißen. Auf dem Gelände soll, nach Planung des Eigentümers Heinz-Josef Elmerhaus, kein neues Wohngebäude gebaut werden.

Mehr als zwei Jahre sei der Besitzer des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses, Heinz-Josef Elmerhaus, auf der Suche nach Nachmietern gewesen, allerdings, so der gebürtige Balver im Gespräch mit dem SV, „ist der Bedarf an Mietobjekten in Neuenrade relativ gering.“ Eine Sanierung des Hauses hatte Elmerhaus angedacht, jedoch schnell wieder verworfen: „Der Kosten-Nutzen-Faktor war einfach nicht gegeben. Eine notwendige Grundsanierung des Gebäudes am Breitenbach wäre einfach viel zu teuer geworden. Auch ein Neubau kam für mich nicht in Frage“, sagte der 66-Jährige.

Mehr als zehn Jahre war in dem Haus am Breitenteich das Bistro „Zur Lok“ untergebracht. Die Mieter mussten jedoch krankheitsbedingt vor circa zwei Jahren ihren gastronomischen Betrieb aufgeben und beendeten kurz darauf auch das Mietverhältnis mit Elmerhaus. Sein Alternativplan besteht darin, auf dem Gelände sowohl Garagen- wie auch Stellplätze für Pkw zu bauen. Diese sollen anschließend vermietet werden. „Das Park- und Stellproblem in der Neuenrader Innenstadt kennt jeder Einheimische.

Aufgeteilt ist das Gelände am Breitenbach in zwei Bereiche: Der größere Teil des Geländes, auf dem das dreistöckige Gebäude stand sowie der seitliche, kleineren Bereich, auf dem bis vor kurzem ein Gartenlaube stand, die im Zuge der begonnenen Baumaßnahme jedoch ebenfalls beseitigt wurde.

Eine Genehmigung zur Bebauung des kleineren Teilstückes habe Heinz-Josef Elmerhaus bereits erhalten. Diese hatte er im Zuge der ersten Planungen für die Maßnahme bereits Ende des vergangenen Jahres erhalten. Diese steht für die geplante Garagenbebauung auf dem größeren Bereich des Geländes am Breitenteich noch aus. „Ich werde mich in naher Zukunft mit meinem Architekten zusammensetzen, um die Planung voranzutreiben. Wenn das Konstrukt dann komplett steht, werden wir sprichwörtlich direkt klar-Schiff-machen“, so der 66-Jährige.

Vortritt für Nachbarn

Wenn die Pläne des Grundstücksbesitzers umgesetzt sind, sollen dann auch die anliegenden Nachbarn davon profitieren, sofern sie dann Bedarf anmelden.

„Es ist für mich logisch, dass die direkten Nachbarn hierbei den Vortritt haben und zuerst ihren Bedarf melden können. Da werde ich Rücksicht nehmen“, verspricht Heinz-Josef Elmerhaus. Genauere Details werde er jedoch erst öffentlich machen, wenn das gesamte Bauvorhaben „in trockenen Tüchern“ sei und umgesetzt werden wird. „Sollte alles seinen geregelten Ablauf nehmen, gehe ich davon aus, dass bis zum Ende des ersten Halbjahres 2015 das Gelände fertig bebaut sein dürfte“, hofft Elmerhaus.