Grundstückeigentümer muss Hecke stutzen

Hecken müssen so geschnitten werden, dass sie den Verkehr nicht behindern.
Hecken müssen so geschnitten werden, dass sie den Verkehr nicht behindern.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Bereits in der Vergangenheit hat die Stadtverwaltung die Bürger aufgefordert, ihre Hecken, Bäume und Sträucher so zu beschneiden, dass sie keine Gefahr für die Menschen darstellen

Balve..  Die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch sehr starken Bewuchs, der in die Fahrbahnen oder Bürgersteige hineinragt, ist in der Hönnestadt Balve ein großes Ärgernis. Denn einige Grundstückseigentümer unterlassen es leider immer wieder, ihre Hecken, Sträucher und Bäume entlang von Straßen auszulichten oder zurückzuschneiden.

Bereits in der Vergangenheit hat die Stadtverwaltung die Bürger zwar aufgefordert, ihre Hecken, Bäume und Sträucher so zu beschneiden, dass sie keine Gefahr für die Menschen darstellen, aber allem Anschein nach ist sie nicht immer konsequent genug vorgegangen.

Wie beispielsweise in Langenholthausen. Hier gibt es schon seit einem Jahr Beschwerden über einen Anlieger, dessen Hecke für jedermann deutlich sichtbar in den Bürgersteig hineinragt. Dies hat zur Folge, dass vor allem Mütter mit Kinderwagen den ohnehin sehr schmalen Gehweg verlassen müssen und auf die Fahrbahn ausweichen.

Da sich bis zum heutigen Tage nichts an der verkehrlichen Situation geändert hat, ist die Stadtverwaltung nach einer abermaligen Beschwerde jetzt aktiv geworden. Der Fachbereich 4, Bauamt, Umweltschutz und Stadtentwicklung, hat sich der Sache abermals angenommen. Denn bereits vor einem Jahr ist mit ihm die Vereinbarung getroffen worden, die Hecke zurückzuschneiden. Aber ohne sichtbaren Erfolg.

„Der Grundstückseigentümer wird jetzt von der Stadt Balve angeschrieben und muss innerhalb von 14 Tagen seine Hecke so stark stutzen, dass sie keine Gefahr für die ­übrigen Verkehrsteilnehmer darstellt“, erklärt die Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Balve, die darauf verweist: „Die Überwachung öffentlicher Verkehrsflächen ist dem Bauamt übertragen worden, wenn es um Hecken, Stäucher oder Bäume geht.“

Auch in anderen Bereichen der Hönnestadt ist der Bewuchs teilweise so üppig, dass Fußgänger gezwungen sind, vom Gehweg auf die Fahrbahn auszuweichen. Das gilt besonders nach Regenfällen, wenn die nassen Äste nach unten hängen. An alle säumigen Grundstücksbesitzer ergeht deshalb die dringliche Aufforderung, Hecken, Sträucher und Bäume an öffentlichen Wegen und Straßen zurückzuschneiden. Die vorgeschriebene lichte Höhe an Geh- und Radwegen beträgt 2,50 m, über einer Fahrbahn 4,50 m.

Freie Sicht auf Verkehrszeichen

Durch den Bewuchs wird teilweise auch die Sicht auf Verkehrszeichen erheblich behindert. Das kann zur Beeinträchtigung der Sicherheit des Straßenverkehrs führen. Ein eingewachsenes Verkehrszeichen kann Ursache eines Verkehrsunfalls sein. Eigentümer sichtbehindernder Pflanzen können in solchen Fällen haftungsrechtlich in die Pflicht genommen werden.

Auch eingewachsene Straßenlaternen tragen im erheblichen Maße zur Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit bei. Straßenlaternen sollten großzügig freigeschnitten werden, damit diese ihre Lichtwirkung voll entfalten können.

Die Stadt bittet mit Nachdruck, Pflanzen zurückzuschneiden, auszuschneiden oder zu beseitigen. „Ein säumiger Gartenbesitzer kann im Wege einer kostenpflichtigen Anordnung gezwungen werden, seiner Pflicht zum Zurückschneiden, Ausschneiden oder gar Beseitigen seiner Pflanzen, nachzukommen. Soweit sollte es aber im eigenen Interesse niemand kommen lassen“, lautet der Appell der Stadt Balve.