Grüne Oasen zum Wohlfühlen bestaunen

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Was wir bereits wissen
Die einen nennen es Garten-Hopping, die anderen sprechen von Garten-Tourismus oder nutzen die Aktion „Offene Gärten im Ruhrbogen“ dazu, sich Tipps und Anregungen für den eigenen Garten zu holen.

Balve/Hemer..  17 000 druckfrische Broschüren werden in den nächsten Tagen in den acht teilnehmenden Kommunen verteilt. Insgesamt können in Balve, Hemer, Iserlohn, Menden, Arnsberg, Fröndenberg, Neuenrade und Wickede 60 Gärten besucht werden.

Die Gartenbesitzer sind mit Feuereifer dabei, ihre Gärten aufzuhübschen. Wenn sie ihre grüne Oase öffnen, dann wird sie in einem Top-Zustand sein. Im Stadtgebiet Balve ist der 12. Juli der entscheidende Tag für Gartenfreunde: Dann öffnet unter anderem der „Hanggarten zum Wohlfühlen“ von Martin und Waltraud Terbrüggen (Garbecker Kirchweg 11).

In diesem neu angelegten Garten ist im Terrassenbereich das blühende Staudenbeet in den Farben blau, rosa und weiß der Hingucker. Hier leuchten Katzenminze, Salbei, Lavendel und Strauchrosen mit Unterstützung von Gräsern und Buchsbaumkugeln. Der liebevoll in den Hang gestaltete Garten ist behindertengerecht und integriert sich trotz einer Buchenhecke in die Landschaft. Er bildet mit den Nachbargärten eine optische Einheit.

Präsentieren werden sich am 12. Juli auch Heike und Klaus Guth-Mindhoff (In der Schieferkuhle 5 in Balve) mit ihrem Bibelgarten. Sie zeigen einen Bauerngarten mit Pflanzen der Bibel: Feigen, Äpfel, Rosen, Wein und biblischen Geschichten.

Erlebnis für Auge und Nase

Um das historische Fachwerkhaus von Jochen Althoff (Hoffmeisterstraße 6 in Balve) bildet der kleine Bauerngarten mit seinen üppig bepflanzten und duftenden Rosenbeeten ein Erlebnis für Auge und Nase. Einen Steingarten mit Schwimmteich öffnet Karl-Rainer Büser am 12. Juli in der Balver Straße 40 in Mellen. Hier bestimmt ein Schwimmteich den Großteil des Gartens. Eingerahmt von Steinen in allen erdenklichen Formen geben Palmen und Bambus diesem Garten ein mediterranes Flair.

Seit 2010 bereits öffnet die Hemeraner Familie Rittinghaus ihren großen Landschaftsgarten und zählt Jahr für Jahr Hunderte Besucher, die nicht nur zum Schauen kommen. „Viele holen sich Tipps, man tauscht sich einfach aus und freut sich natürlich, wenn der eigene Garten anderen gefällt“, sagte Eva-Maria Rittinghaus bei der Präsentation der Broschüre im Grohe-Forum am Sauerlandpark. Dort waren Vertreter aller Städte zusammen gekommen, unter anderem auch Michael Bathe von der Stadt Balve.

Die vor sieben Jahren ins Leben gerufene Aktion erfreut sich großer Beliebtheit. So haben im vergangenen Jahr rund 15 000 Besucher die Chance genutzt, in 59 verschiedene Gartenanlagen zu schauen. Jedes Jahr gibt es neue Familien oder Einrichtungen, die ihre Gärten für die Allgemeinheit öffnen.

Zum zweiten Mal finden die sogenannten Lichtergärten statt, dieses Mal mit einem eigenen Termin: Interessierte sollten sich den 12. September, 18 bis 22 Uhr, vormerken.

Insgesamt 25 Partner

„Das Projekt kann nur mit Sponsoren stattfinden. Wir haben insgesamt 25 Partner“, berichtete Projektleiter Klaus Fröhlich aus Arnsberg. Freudig stimmt es ihn, dass es wieder viele Besonderheiten geben wird. Unter anderem beteiligen sich auch das Arche-Naturschutzzentrum und ein Seniorenheim aus Menden, und in Iserlohn gibt es einen „irren Garten“. Da dürfen die Besucher gespannt sein, was dort gezeigt wird.