Große Unterstützung durch Balver Vereine

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Balve..  Die Seniorenwohnanlage St. Johannes feiert am Freitag ihren 20. Geburtstag. Mehrere derzeit dort Beschäftigte sind seit der Eröffnung dabei – und erinnern sich an zwei aufregende Jahrzehnte voller Veränderungen und mit vielen menschlichen Kontakten.

Zu den Mitarbeitern der ersten Stunde zählen neben Haustechniker Ludger Fabry, der sogar schon Monate vor der Eröffnung seinen Dienst in der Einrichtung am Brucknerweg begonnen hat, auch Gaby Gemke, die den Sozialen Dienst leitet, und der Beauftragte für Qualitätssicherung, Roland Schnelle.

„Was auch immer passierte, alles passierte zum ersten Mal. Alle, sowohl Mitarbeiter wie auch Bewohner, mussten erst ihren Platz finden“, beschreibt Roland Schnelle die Anfangszeit. „In den folgenden Jahren hat sich in der Pflege viel bewegt. Aber früher hatten wir mehr Zeit für die Bewohner.“

Gaby Gemke ergänzt, dass das Klientel sich in den 20 Jahren geändert habe: „Die Bewohner sind heute älter. Sie kommen später ins Pflegeheim, weil sie länger zuhause wohnen. Entsprechend leben heute deutlich mehr Demenzkranke bei uns als vor 20 Jahren.“ Die Leiterin des Sozialen Dienstes weiß, dass das betreute Wohnen erste Wahl für viele Senioren ist. Das wird am Brucknerweg seit zehn Jahren angeboten. Erst wenn die betreut wohnenden Menschen pflegebedürftig werden, wechseln sie ins Altenheim.

Neben der sehr erfüllenden Arbeit mit älteren Menschen schätzen alle drei besonders die Unterstützung in Balve. „Unsere Einrichtung ist toll in das Gemeinwesen eingebunden“, sagt Gaby Gemke. „Die Balver Vereine wie kfd, Caritas, Landfrauen, Schützenbruderschaft, Feuerwehr oder Männerchor helfen uns. Das ist wunderbar.“

Zwölf Altenpfleger-Azubis

Auch Haustechniker Ludger Fabry lobt die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Sogar er kann die Unterstützung von Ehrenamtlichen in Anspruch nehmen, wenn seine Zeit knapp wird. Und das passiert häufiger. Denn Zeit für ein Pläuschchen und den persönlichen Kontakt zu den Bewohnern will nicht nur er sich möglichst oft nehmen.

Weil dort derzeit zwölf junge Menschen zu Altenpflegern ausgebildet werden, plagen die Seniorenwohnanlage St. Johannes auch keine Nachwuchssorgen beim Personal. Beste Bedingungen, um unbeschwert Geburtstag zu feiern.