Graf öffnet sein Schloss

Schloss Wocklum
Schloss Wocklum
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
zu wenige Besucher schlagen den Weg zur Luisenhütte ein. Das soll sich jetzt ändern, und zwar mit Unterstützung von Jakob Graf von Landsberg-Velen, der sein Schloss für Führungen öffnet.

Balve.. Der Märkische Kreis hat in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Euro in die Luisenhütte investiert, um das Denkmal von nationaler Bedeutung für die Menschen zu erhalten. Dennoch schlagen zu wenig Besucher den Weg zum Wocklumer Hammer ein, um die älteste Hochofenanlage Deutschlands in Augenschein zu nehmen. Das soll sich jetzt ändern, und zwar mit Unterstützung von Jakob Graf von Landsberg-Velen, der sein Schloss für Führungen öffnet.

Nach Angabe von Museumspädagogin Bernadette Lange, die sich immer wieder für die Luisenhütte einsetzt, gibt es in Balve in direkter Nachbarschaft zwei Ausflugsziele mit Besucherpotenzial weit über die Region hinaus , und zwar die Luisenhütte Wocklum und das barocke Wasserschloss Wocklum. Bisher konnten die prachtvoll gestalteten Räume des Schlosses der gräflichen Familie Landsberg-Velen nur an ausgewählten Terminen besichtigt werden.

Ab sofort sind Führungen nach Terminabsprache während des gesamten Jahres buchbar. Dabei setzen Jakob Graf von Landsberg-Velen für das Schloss und der Märkische Kreis als Träger der Luisenhütte verstärkt auf Kooperation und Kombiangebote.

„Wir wollen mit den Schlossführungen mehr Menschen nach Wocklum locken. Deshalb haben wir ein 5-köpfiges Team gebildet, dass sowohl Führungen in der Luisenhütte als auch im Schloss Wocklum durchführt“ hieß es, als am Mittwochnachmittag im Schloss die Buchungsmöglichkeiten durch Jakob Graf von Landsberg-Velen, Ralf Groß-Holtick von der Landsberg-schen Verwaltung sowie den Fachdienstleiter Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises, Detlef Krüger, und die Museumspädagogin Bernadette Lange in einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.

Die Besichtigung des bis heute privat bewohnten Wasserschlosses bildet einen reizvollen Kontrast zum Besuch des Industriedenkmals, argumentiert Bernadette Lange.

Besichtigung auch einzeln buchbar

Im adeligen Wohnsitz können vornehme Salons, der großen Speisesaal, das elegante Kaminzimmer und die über 300 Jahre alte Kapelle besichtigt werden. Die Salons sind aufwändig möbliert und mit Stuck, Decken- und Wandmalereien ausgestaltet. Besonders beeindruckend ist der vierzig Meter lange, kunstvoll ausgemalte Flur. Diese Führung kann mit einer Besichtigung der Luisenhütte kombiniert werden, ist aber auch einzeln buchbar.

Gruppengröße: maximal 25 Personen pro Führung . Dauer: 60 Minuten. Kosten: 35 Euro (Dienstag – Freitag) und 50 Euro (Samstag, Sonntag, Feiertag) sowie 3 Euro Eintritt pro Person.