Frohsinn und Beckumer Gelassenheit

Das Königspaar Stefan und Anja Hamer strahlt im großartigen Festzug am Sonntagnachmittag mit der Sonne um die Wette und wird von den vielen Zaungästen mit lautem Beifall gefeiert.
Das Königspaar Stefan und Anja Hamer strahlt im großartigen Festzug am Sonntagnachmittag mit der Sonne um die Wette und wird von den vielen Zaungästen mit lautem Beifall gefeiert.
Foto: Richard Elmerhaus

Beckum..  Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Beckum erreichte am Sonntagnachmittag mit ihrem großartigen Festzug die Schützenhalle trockenen Fußes. „Wir hatten viel Glück“, so der Tenor der Schützen, die sich mit ihrem strahlenden Königspaar Stefan und Anja Hamer freuten.

„Es kommt, wie kommt“

Die Majestäten, begleitet von viel Sonnenschein und einer Drohne, die den Festzug im Bild festhielt, kamen zwar ins Schwitzen, aber das angekündigte schwere Gewitter blieb während des Marsches durch das Dorf aus.

Es ist ein Schützenfest der Extreme: Am Samstag drückende Hitze bei bis zu 38 Grad, am Sonntag immer wieder zwischen Schwüle und Gewittergrollen. Dem begegnet man einfach mit Beckumer Gelassenheit, wie Geschäftsführer Martin Weißmüller es vorlebte: „Es kommt, wie es kommt“, meinte er locker, als der Gewitterregen am Sonntagvormittag auf das Dach der Schützenhalle trommelte. Heiß her ging es in der Halle ohnehin, und die St.-Hubertus-Schützen hatten breits auf Jacken verzichtet.

Aber dem Erfolg des Festes taten die Wetterkapriolen bisher keinen Abbruch. „Genaue Zahlen können wir natürlich nicht bieten, aber ich darf schon sagen, dass wir am Samstag keine wesentlichen Einbußen hatten“, freut sich Geschäftsführer Martin Weißmüller. Dank Zwischenstationen mit Getränken waren die Besucher am Samstag und Sonntag bestens versorgt. Und wie lange auch getanzt und gefeiert wurde, am nächsten Morgen trafen die Schützen pflichtbewusst zum Frühschoppen in der Schützenhalle zusammen. Manche von ihnen gerade deshalb, weil sie sich auf eine Auszeichnung freuen durften.

Denn wer mehrere Jahrzehnte den St.-Hubertus-Schützen angehört, muss dafür auch einmal ausdrücklich belohnt werden. Und so durften nach 25 Jahren Mitgliedschaft eine Ehrung durch den Ersten Brudermeister Markus Baumeister in Empfang nehmen: Bernd Cordes, Rainer Freiburg, Felix Goeke, Alexander Grendel, Jens Hoppmann, Ferdinand Levermann, Frank Ocklenburg, Andreas Schulist, Mark Stadelhofer und Günter Truernit. Für 40 Jahre wurden geehrt: Helmut Holland-Moritz, Wolfgang Hoth, Ewald Köhler, Willi Lindemann und Paul Thrän. Noch länger sind dabei: Clemens Freiburg (50 Jahre), Günther Goeke, Alfons Grendel, Herbert König (60 Jahre) sowie Helmut Schwabe (65 Jahre).

Besondere Momente waren es, als Friedbert Runig und Hoger Rose nach vorn gerufen wurden. Friedbert Runig dankte strahlend für die Aufnahme in die Ehrenabteilung, nachdem er 15 Jahre als Offizier, 12 Jahre als Zweiter Brudermeister den Schützen zur Seite stand. Sichtlich bewegt nahm Holger Rose den Orden „Hervorragende Verdienste“ von Amtsoberst Ferdi Schulte entgegen.