Frauenchor Eisborn fliegt mit dem Bronzediplom nach Hause

Die Sängerinnen sind von ihrem Aufenthalt in Budapest begeistert.
Die Sängerinnen sind von ihrem Aufenthalt in Budapest begeistert.
Foto: Richard Elmerhaus

Eisborn/Budapest.. Mit dem Bronzediplom im Gepäck ist der Frauenchor Eisborn am Donnerstag um 11 Uhr auf dem Flughafen in Düsseldorf gelandet – nach fünf unvergesslichen Tagen in Budapest. „Wir haben das Optimum erreicht. Silber wäre Utopie gewesen“, sagt Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister nach dem Internationalen Chorfestival in der ungarischen Hauptstadt.

Utopie deshalb, weil das Leistungsniveau in Budapest Weltklasseformat erreicht hat. Baumeister: „Ich bin seit 1980 Chorleiter, aber solch eine Genauigkeit auf einem so hohen Schwierigkeitsgrad habe ich noch nie gehört.“ Zwei Chöre haben ihn besonders beeindruckt: Eine japanische Highschool-Formation, die laut Baumeister die rhythmischen Veränderungen und die Einsätze „in Perfektion“ gemeistert habe. Und dann ein schwedischer Schulchor, der natürlich mit dem Golddiplom die Heimreise antrat.

Die gesangliche Vollkommenheit der Chöre, die auch aus Russland, Amerika und Indonesien zum Internationalen Chorfestival nach Budapest flogen, kommt nicht von ungefähr. „An der schwedischen Chorakademie sind 3000 Kinder, die alle mindestens ein Instrument erlernen und in der Schule Gesang studieren“, hat Heinz-Dieter Baumeister in persönlichen Gesprächen erfahren. 50 von ihnen haben es nach Ungarn geschafft. „So etwas habe ich noch nie gehört. Ich bin fasziniert von der Kunst, so singen zu können.“

Aber auch von „seinen“ Sängerinnen ist der Dirigent begeistert. „Die Performance war super, der Gesang auch. Der Klang ging unter die Decke zurück in meine Ohren.“ Das liegt an der außergewöhnlichen Umgebung, in der die 43 Frauen aufgetreten sind. „Der Palast der Künste ist einer der schönsten Konzertsäle Europas“, sagt Baumeister. Für ihre Lieder „Endlose Nacht“ aus dem Musical König der Löwen, „So soll es bleiben“ von Ich und Ich, „Andante“ von Abba und „I will follow him“ aus dem Film Sister Act gibt es auch viele Komplimente internationaler Chöre, die zum Teil sogar die Stücke nachsingen möchten oder sich nach den Noten erkundigten.

Zuccalmaglio-Wettbewerb in Menden

Wie der Frauenchor Eisborn besser werden könnte, erläuterte die Jury auch: Der Schwierigkeitsgrad müsse höher sein und mindestens einmal pro Woche eine professionelle Stimmbildung durchgeführt werden. Baumeister lacht: „Das ist für uns gar nicht zu bezahlen.“

Zeit zum Ausruhen bleibt dem Frauenchor Eisborn nur kurz: Am 31. Mai tritt er beim Zuccalmaglio-Wettbewerb in Menden auf.