Fischereigenossenschaft will Pachten auszahlen

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Balve..  Die Fischereigenossenschaft Balve wird in diesem Jahr wieder Pachten entsprechend der Quote auszahlen. Auf vier der rund 200 Genossenschaftsmitglieder entfallen dabei rund 80 Prozent der auszuzahlenden Pachten. Während der Genossenschaftsversammlung informierte der Vorsitzende, Heinrich Stüeken, die Mitglieder auch darüber, dass die Hönne neu vermessen werden solle.

Möglichkeiten der Wasserkraft

Die Genossen sprachen auch über Möglichkeiten, Wasserkraft an der Hönne zu gewinnen. Ob dies allerdings lohnend sei, müsse im Einzelfall jeder selbst für sich entscheiden. Einig waren sich die Mitglieder, dass der Gewässerausbau an der Hönne forciert werden müsse. Schließlich existiere eine EU-Richtlinie, die vorschreibe, dass Gewässer für Wanderfische durchgängig sein müssen. Die alten Wehre in der Hönne seien für Wanderfische jedoch oft kaum zu überwindende Hindernisse. Schriftführer Wilfried Gerken klagt: „Andere Flüsse sind da schon viel weiter las wir an der Hönne. Von der Stadt würden wir uns wünschen, dass sie in dieser Sache stärker aktiv wird.“

Fischtreppen an Wehren

Ein besonders negatives Beispiel, so die Fischereigenossen, sei das Wehr in Sanssouci. Die dortigen vier Meter Fallhöhe können ohne Fischtreppe kaum überwunden werden. Die Fischpopulation unterhalb des Wehres sei deutlich größer vielfältiger als oberhalb des Hindernisses. Schon mit einfachen Mitteln könne Abhilfe geschaffen werden. „Man muss es aber auch wollen und tun“, fordert Wilfried Gerken Politik und Verwaltung zum Handeln auf.