Feuriger Abend lässt kühle Temperaturen in der Höhle vergessen

Spanische Nacht in der Balver Höhle
Spanische Nacht in der Balver Höhle
Foto: Marcus Bottin
Was wir bereits wissen
Die Liebe mit all ihren Facetten und die Freiheit machen das Leben der temperamentvollen Zigeunerin Carmen im andalusischen Sevilla aus. Heute liebt sie den einen Mann, morgen den anderen. Die schöne Carmen zieht alle Männer in ihren Bann und bezahlt ihre Freizügigkeit schließlich mit dem Leben.

Balve.. Die Liebe mit all ihren Facetten und die Freiheit machen das Leben der temperamentvollen Zigeunerin Carmen im andalusischen Sevilla aus. Heute liebt sie den einen Mann, morgen den anderen. Die schöne Carmen zieht alle Männer in ihren Bann und bezahlt ihre Freizügigkeit schließlich mit dem Leben.

Dies ist Inhalt von Georges Bizets „Carmen“, eine der berühmtesten Opern weltweit. Auszüge mit anrührenden Duetten und stimmungsvollen Arien begeisterten am Freitag bei der „Spanischen Nacht“ in der Balver Höhle. Das Klassikkonzert, veranstaltet vom Festspielverein Balver Höhle und der Stadt Balve, lockte rund 400 Zuschauer in den Felsendom, denen Bürgermeister Hubertus Mühling und die Stellvertretende Vorsitzende der Festspiele, Uta Baumeister, einen temporeichen Abend wünschten. „Nach vier Italienischen Nächten haben wir uns gemeinsam überlegt, uns in diesem Jahr nach Spanien zu begeben“, erklärte Bürgermeister Mühling gut gelaunt. „Ich verspreche Ihnen: Der Abend wird so feurig, dass er Sie die kühlen Temperaturen hier in der Höhle vergessen lässt“, stimmte Uta Baumeister aufs Konzert ein.

Dann gab das Duo die Bühne frei für Dirigent Markus Elsner und sein achtköpfiges Orchester, die Frankfurter Symphoniker. Elsner, der zum fünften Mal in Folge die musikalische Leitung übernommen hatte, moderierte den Abend.

Zwei Solisten hatten aus Krankheitsgründen absagen müssen. Spontan konnten der Barriton Daniel Fiolka und der Tenor Han-Bo Jeon verpflichtet werden. „Diese beiden retten den heutigen Abend“, dankte ihnen der Dirigent. „Sie haben in nur wenigen Tagen das heutige Programm einstudieren müssen.“

Funke springt direkt über

Schnell zeigte sich, dass Markus Elsner die Stückfolge gut zusammengestellt hatte. Der Funke sprang bereits bei der Eröffnung durch die Ouvertüre aus „Carmen“ auf das Publikum über, das mit tosendem Applaus dankte. Nach dem „Bolero“ von Enrique Granados begeisterte der Tenor Han-Bo Jeon als Carmens Verehrer Don José mit der Arie „La fleur que tu màvais jetée“ und im Duett „Non, tu ne m’aimes pas“ mit der stimmgewaltigen Mezzosopranistin Christina Baader als Carmen. Es folgte der Auftritt des Nebenbuhlers Escamillo, den Daniel Fiolka mit dem Lied „Votre taost“ verkörperte. Das Duett „Si tu màimes“ sorgte im Publikum für Gänsehaut. Mit dem Orchesterstück „El trust de los tenorios“ endete der erste Konzertteil. Weiterer Bericht folgt