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Chemieunfall

Feuerwehr muss giftiges Nitrosegas in Wocklum unschädlich machen

09.08.2012 | 21:09 Uhr
Feuerwehr muss giftiges Nitrosegas in Wocklum unschädlich machen

Balve-Wocklum. Mitarbeiter der Firma schlossen schnell die Tore der Halle und lösten Alarm aus. Die Feuerwehr wurde gegen 16.45 Uhr alarmiert – auch mit Sirenen – und eilte mit dem Löschzug Balve und dem Löschzug Garbeck, der für derartige Unfälle besonders ausgerüstet ist, zu dem Unternehmen. Später wurde noch Unterstützung aus Langenholthausen und Mellen angefordert. Die Kameraden legten Vollschutzanzüge an und gingen in die kontaminierte Halle.

„Nitrosegase lassen sich gut mit Wasser niederschlagen“, erklärte Feuerwehrpressesprecher Kai Gaberle vor Ort. „Fein versprühtes Wasser bindet das gefährliche Gas und dann fließt es in die Abläufe. Wir gehen davon aus, dass keine Schadstoffe nach außen gelangt sind. Trotzdem haben wir zur Sicherheit den Messwagen des Märkischen Kreises bestellt. Der überprüft mit Messfühlern die Luft in der Umgebung.“

Während die Feurwehrkameraden ihre grünen Schutzanzüge anlegten und einen Dekontaminationsplatz einrichteten, sperrte die Polizei die nahe gelegene Bundesstraße 229 für den Verkehr. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. Auch die Bahnstrecke zwischen Menden und Neuenrade wurde während des Einsatzes gesperrt.

Einsatz der Feuerwehleute  nach Plan

Der Messwagen des Kreises fand keine Spuren gefährlicher Chemikalien in der Luft. Auch der Einsatz der Feuerwehrleute in dem Betrieb verlief nach Plan. Chemie-Wocklum-Geschäftsführer Wilhelm Hertin lobte den Einsatz der Feuerwehr und das besonnene Verhalten seiner Mitarbeiter: „Zum Glück sind keine Personen zu Schaden gekommen. Und eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.“

Marcus Bottin

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