„Favorisieren ein Gerätehaus für Volkringhausen und Beckum“

Foto: Uta Baumeister
Was wir bereits wissen
Für ihren uneigennützigen und ehrenamtlichen Dienst am Nächsten gebührt den Feuerwehrkameraden Dank.

Volkringhausen..  So wurden mit Reinhold Menge und Franz Arens zwei „Säulen“ der Volkringhausener Löschgruppe während der Agathafeier feierlich aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Seit Jahrzehnten prägten die beiden 60-jährigen Hauptfeuerwehrmänner die Löschgruppe und waren nicht nur bei Einsätzen zuverlässige Kameraden, sondern auch engagiert bei Baumaßnahmen wie am Feuerwehrgerätehaus. Reinhold Menge trat mit 17 Jahren in die Feuerwehr ein und blickt nun auf 44 Jahre Dienst zurück. Franz Arens, der mit 30 Jahren in die Feuerwehr eintrat, ist im 31. Jahr aktiv dabei gewesen. Mit der Verabschiedung durch den stellvertretenden Löschgruppenführer André Stracke, Stadtbrandinspektor Oliver Prior und Bürgermeister Hubertus Mühling traten die Herren in die Ehrenabteilung ein.

Beförderungen

Ebenfalls nahm Oliver Prior am Samstag die Beförderungen vor und gratulierte Nicole Schoppe (Feuerwehrfrau), Nils Hagelüken (Feuerwehrmann), Torben Reuß (Oberfeuerwehrmann) und Christian Boike (Brandoberinspektor).

Als eine der aktivsten Löschgruppen im Stadtgebiet hob Bürgermeister Hubertus Mühling die Volkringhausener Gruppe hervor. Dies sei auch auf den Dienst als „First Res­ponder“ zurückzuführen. „Hier wird sich auf breiter Ebene für unsere Gesellschaft eingesetzt. Das liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Kameraden weiterbilden. Danke, dass Ihr Euch über den normalen Feuerwehreinsatz hinaus engagiert”, lobte Mühling. Den Worten schloss sich auch Oliver Prior an und berichtete über aktuelle Neuerungen ebenso wie über mögliche Fusionen. „Mitte Dezember haben wir mit einem Gutachter die Gerätehäuser besichtigt. Es gibt Mängel, die in einem Ist-Plan festgehalten sind”, erklärte er. Nun werde ein Soll-Plan erstellt. „Wir favorisieren für Volkringhausen und Beckum ein gemeinsames Gerätehaus”, bekannte er.

In einem Workshop sei mit den Vertretern der Löschgruppen über die Zukunft gesprochen worden. Zu den Ergebnissen würde unter anderem ein gemeinsames Logo mit einem Mammut zählen. „Dies verdeutlicht, dass wir eine Feuerwehr aus sieben Ortsteilen sind”, so Prior.

Zudem werde die Ausbildung verändert, indem die Ausbilder die einzelnen Löschgruppen besuchen würden. Die Ausbildungsinhalte sollen über einen zentralen Server eingerichtet werden. „So sind alle Löschgruppen am Ende des Jahres auf einem Stand.” Ende November soll ein weiteres Workshop-Wochenende folgen.

Ausbildungsoffensive

„Ihr seht, wir tun was. Zudem investieren wir in Rettungsgeräte und den digitalen Funk”, berichtete Oliver Prior weiter. Ebenfalls werde das Wehrleiterbüro neu gestaltet und in Atemschutz investiert. Ein neuer Kommandowagen soll spätestens im nächsten Jahr angeschafft werden.

Der Märkische Kreis starte eine Ausbildungsoffensive, so Prior. Dabei solle der Ausbildungsmodus umgestaltet werden. „Der Grundlehrgang erfolgt nicht mehr an sieben Wochenenden hintereinander, sondern wird über das ganze Jahr verteilt”, erklärte der Stadtbrandinspektor, der nicht nur den Aktiven und Ersthelfern dankte, sondern auch allen Arbeitgebern, die den Einsatz ihrer Mitarbeiter als Feuerwehrleute unterstützen.