Fanta Vier unplugged - ohne Stecker in der Balver Höhle

Michi Beck, Thomas D und Smudo, drei von vier Mitgliedern der Fantastischen Vier, boten in der Balver Höhle ein überragendes Unplugged-Konzert.
Michi Beck, Thomas D und Smudo, drei von vier Mitgliedern der Fantastischen Vier, boten in der Balver Höhle ein überragendes Unplugged-Konzert.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Die Fantastischen Vier lieferten bei ihrem zweiten Unplugged-Konzert in der Balver Höhle ein Feuerwerk an Hits ab. Dabei verpackte das Rap-Quartett jedes Lied in ein maßgeschneidertes Gewand handgemachter Musik. Am Ende waren die sonst so wortgewandten Stuttgarter sprachlos: „Das war noch viel geiler als beim letzten Mal!“

Balve.. Zwölf Jahre haben die Fantastischen Vier unbemerkt in der Höhle verbracht. Am Mittwochabend kamen sie wieder zum Vorschein und enterten die Bühne unter schallenden „Zugabe“-Rufen. Das zweite MTV-Unplugged-Konzert des deutschen Hip-Hop-Flaggschiffs knüpfte genau dort an, wo der akustische Höhlen-Erstling aufgehört hatte. Knapp drei Stunden später wussten Band, Musiker und Zuschauer: Das Unplugged-Debüt war nur ein Aufwärmprogramm für Nummer Zwei.

Vor der Rückkehr in den Felsendom hatten Smudo, Thomas D., Michi Beck und And.Y noch gesagt, das erste Konzert sei nicht zu toppen, sie hätten lediglich das Ziel, die gleiche Qualität abzuliefern. Von wegen: Begleitet von einer exzellenten Band – allen voran die Rhythmus-Sektion – lieferte das Rap-Quartett ein Feuerwerk an Hits ab, von denen sie jeden in ein maßgeschneidertes Gewand handgemachter Musik packten.

„Das war noch viel geiler als beim letzten Mal!“

„Was wollen wir noch mehr?“ machte Ausnahme-Gitarrist Rafael Cortés zum Flamenco, „Bring it back“ landete irgendwo zwischen Swing und Chicago-Blues, „Populär“ entführte in die Karibik, bei „Troy“ stand die Höhle Kopf, die Gäste sangen weiter, bis die Fantas erneut ins Lied einstiegen.

Danach waren die sonst so wortgewandten Stuttgarter sprachlos. „Das war noch viel geiler als beim letzten Mal!“, war das einzige, was Michi Beck mit einem Lächeln über das ganze Gesicht noch rausbrachte.

Besonders schön: Die langen Pausen, die wegen der Filmaufnahmen zwischen den Liedern eingehalten werden mussten, überbrückten die Fantastischen Vier mit extrem viel Charme und Witz. Längen kamen keine auf. Auch nicht, als nach den 18 regulären Songs vier noch einmal wiederholt werden mussten. Ganz im Gegenteil, die Stimmung war noch besser als beim ersten Durchlauf.