Etliche hoffen auf ein Guttenberg-Comeback
02.03.2011 | 15:54 Uhr 2011-03-02T15:54:00+0100
Balve/Frühlinghausen.Erst am Dienstag auf Grund der Plagiatsvorwürfe bei seiner Doktorarbeit zurückgetreten, gibt es auch in den Reihen der Balver CDU etliche Mitglieder, die ein Comeback des nach wie vor von ihnen sehr geschätzten Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg herbeisehnen.
Zu den Befürwortern eines Comebacks zählt der Landrat des Märkischen Kreises, Thomas Gemke. Er bedauert den Rücktritt, weil es sich beim Verteidigungsminister um einen gerad- und nicht stromlinigen Politiker gehandelt habe. Ob zu Guttenberg das Dauerfeuer durchgehalten hätte – sein Fehler bei der Doktorarbeit lasse sich nicht leugnen – bezweifelt der Landrat, der kein Verständnis dafür aufbringt, dass prominente CDU-Bundespolitiker sich öffentlich gegen zu Guttenberg gestellt haben. „Wenn sie ihm etwas sagen wollten, dann hätten sie ihn anrufen können und nicht ihre Meinungen über Zeitungen und Fernsehen verkünden sollen. Ich hoffe, dass Karl-Theodor zu Guttenberg in die Politik zurückkehrt“, sagte Thomas Gemke, als sich der CDU-Stadtverband im „Haus Felsenruh“ in Frühlinghausen traf.
Hier brachte auch der Bundestags-Abgeordnete Dr. Matthias Heider sein Bedauern über den Rückzug des Verteidigungsministers zum Ausdruck. Denn er glaubt, kein Verteidigungsminister habe es geschafft, den Soldaten in Afghanistan den Rücken so zu stärken, wie es Karl-Theodor zu Guttenberg gelungen sei. „Aber das Amt eines Verteidigungsministers ist ein Schleudersitz. Ich schätze ihn als Mensch und Politiker. Es bestehen gute Chancen, dass ihn die Bundespolitik wieder sieht“, erklärte Dr. Heider, der die CDU-Mitglieder wissen ließ: „Jetzt kommt es darauf an, sich mit den Problemen und der Reform der Bundeswehr zu befassen.“
Von der Bundeswehrreform seien auch die Kreiswehrersatzämter und der Zivildienst betroffen. Wer sich ein Jahr lang im Zivildienst engagiere, der könne mit einer Gutschrift für sein Studium rechnen, dachte Dr. Heider darüber nach, wie man den Sozialverbänden weiterhin personell helfen kann.
In diesem Zusammenhang ließ Tobias Müller den Bundestags-Abgeordneten Dr. Matthias Heider wissen, dass er es für einen Fehler hält, die Wehrpflicht abgeschafft zu haben. Denn nach Einschätzung des CDU-Mitgliedes aus Langenholthausen trifft die Bundeswehrreform die Sozialverbände sehr stark.
Dr. Heider ging zuvor auf die weltweite Banken- und Wirtschaftskrise ein, von der sich seiner Meinung nach Deutschland wesentlich besser erholt habe als andere Länder. Dies führt er auf die gute Kooperation von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zurück. Diese Krise habe den Staat aber viel Geld gekostet. Deshalb sei mit Blick auf die nächste Generation verantwortliches Handeln gefordert. Ziel müsse es sein, die Neuverschuldung zu stoppen. Dies sei aber nicht von heute auf morgen möglich, so Dr. Heider, der auch auf Hartz IV einging und dabei die Grünen kritisierte. Sie seien bei den Beratungen über die Erhöhung der Regelbedarfssätze ausgestiegen und hätten damit einen positiven Gestaltungswillen vermissen lassen.
Beim Treffen des CDU-Stadtverbandes ging Dr. Heider auch auf die Gewerbesteuer ein. Er musste jedoch einräumen, dass es derzeit keine Mehrheit in seiner Partei für die Abschaffung dieser Steuer gibt. Dies liege vor allem an den großen Städten, die sich gegen die geplanten Änderungen stemmen würden, sagte Dr. Heider.
07:59
Ich wüsste auch einen Posten:
Bildungsminister für Copy and Paste.
Unter ihm wird spicken Salonfähig.