„Es ist eine Katastrophe“
05.12.2010 | 19:51 Uhr 2010-12-05T19:51:00+0100
Balve.Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs der Stadt Balve stehen derzeit unter enormem Druck, denn nachdem 20 Zentimeter Neuschnee in der Nacht von Samstag auf Sonntag vom Himmel fielen, sind sie fast pausenlos im Einsatz.
„Wir haben am Samstagabend um 21 Uhr aufgehört, die Straßen zu räumen und sind seit Sonntagmorgen um 5 Uhr mit allen vier Fahrzeugen im Einsatz“, sagt Heiner Oest, der nicht nur den Winterdienst versah, sondern auch noch den Bereich für den Balver Weihnachtsmarkt absperrte und die Umleitungsschilder freimachen oder drehten musste. Das war nicht einfach.
Obwohl er Unterstützung durch „Vormann“ Uli Schennetten erfuhr, war das Umleitungsschild gegenüber der Sparkasse trotz gemeinsamer Anstrengungen nicht zu drehen. „Wir mussten einen Schneidbrenner aus dem Bauhof holen, um das Schild in die richtige Position bringen zu können“, sagt Heiner Oest.
Während er diese Arbeit jedoch gelassen abwickelt, schwillt beim Winterdienst der Kamm. „Die Leute lernen es einfach nicht, es ist eine einzige Katastrophe“, geht der Mitarbeiter der Stadt Balve auf jene Bürger ein, die trotz Bitte des Bauhofs so parken, dass es für das Räumfahrzeug kein Durchkommen gibt.
Als Beispiel führte Heiner Oest die Straße „Zum Staute“ an. „Hier wird sogar gegen die Fahrtrichtung und fast in der Mitte der Straße geparkt. „Nach Rücksprache mit der Polizei werden wir den Schnee liegen lassen, umkehren und die Ordnungshüter informieren“, heißt es aus dem Bauhof, der sich auch darüber beklagte, dass einige Standbetreiber schon am frühen Sonntagmorgen mit ihren Fahrzeugen die Straßen blockierten. Das änderte sich allerdings, als die Polizei gegen 9 Uhr mit ihrem Fahrzeug auf der Hauptstraße und in den Nebenstraßen auftauchte.
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Die Anwohner können ihre Autos aber auch nicht wegbeamen !