„Erste“ lässt es auf Kampfabstimmung ankommen

Christoph Rapp, Chef der 1. Kompanie der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve,  zeichnet Gerd Kaschowitz mit einem Orden aus.
Christoph Rapp, Chef der 1. Kompanie der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve, zeichnet Gerd Kaschowitz mit einem Orden aus.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Die 1. Kompanie wird auch in den nächsten vier Jahren von Christoph („Keksi“) Rapp geführt.

Balve..  Die 1. Kompanie wird auch in den nächsten vier Jahren von Christoph („Keksi“) Rapp geführt. Diesen einstimmigen Beschluss fassten die Mitglieder während der Jahreshauptversammlung der „Ersten“ in der Pizzeria Etna. „Ich bedanke mich für das große Vertrauen“, sagte der alte und neue Kompanie-Chef, der die Versammlung souverän leitete. Zu diesem Zeitpunkt wussten weder er noch die anwesenden Schützenbrüder, dass es auf der Jahreshauptversammlung der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve am 24. Januar zu einer Kampfabstimmung kommen wird.

Vorschlag zu 100 Prozent akzeptiert

Der Grund: Die 4. Kompanie nominierte mit Jens Hoppmann ebenso wie die „Erste“ einen Kandidaten für den Beirat. In diesem Gremium ist durch den Rücktritt von Dieter (Specki) Krüdewagen ein Platz frei geworden. „Wir schicken Rüdiger Wieden ins Rennen“, so Kompanie-Chef Rapp, dessen Vorschlag zu 100 Prozent von der Versammlung akzeptiert wurde. Denn die Schützenbrüder wollen, dass Wieden die Nachfolge von Krüdewagen antritt, damit er im Vorstand der Schützenbruderschaft die Interessen der „Ersten“ vertritt.

Als Rapp noch am späten Abend erfuhr, dass die „Vierte“ Jens Hoppmann vorgeschlagen hat, und der „Ersten“ vorwirft, sie habe sich nicht an Absprachen gehalten, da platzte dem Kompanie-Chef der Kragen. „Es gibt weder eine Absprache noch einen Beschluss, dass das Beiratsamt nach dem Ausscheiden von Dieter Krüdewagen nicht mehr besetzt wird.“ Diese Regelung könne es gar nicht geben, weil die Bruderschaft erst vor zwei Jahren den Beirat mit Wolfgang Riecke und Hermann Hering bewusst erweitert habe.

Damals wie heute gelte: „Wir wollen die Arbeit in der Schützenbruderschaft auf mehr Schultern verteilen. Deshalb kann ich die Argumentation und schon gar nicht die Kritik der Vierten nachvollziehen“, ist Christoph Rapp sichtlich verärgert über die nach seiner Meinung ungerechtfertigten Vorwürfe der 4. Kompanie. Die „Erste“ werde es auf eine Kampfabstimmung am 24. Januar ankommen lassen.

Wie immer ehrte der Kp-Chef auch diesmal langjährige Mitglieder. Heuer war es Gerd Kaschowitz, seit 25 Jahren Mitglied der Schützenbruderschaft Bruderschaft, bei dem er sich mit einem Orden bedankte.