Elternfreie Zone garantiert größtmöglichen Partyspaß

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Balve..  Wenn die Kolpingsfamilie zum Kinderkarneval einlädt, wird das katholische Jugendheim zur elternfreien Zone. Erziehungsberechtigte müssen draußen bleiben. Darauf achten Kolping-Beisitzerin Michaela Lazer und ihre Helferinnen peinlich genau. Vielleicht ein Grund, warum sich die Karnevalsdisco für die jüngsten Jecken so großer Beliebtheit erfreut.

Mit fast 150 Kindern und Jugendlichen waren die beiden Karnevalspartys auch in diesem Jahr sehr gut besucht. „Es wird ja sonst an Karneval leider nicht viel für Kinder angeboten“, sagt die Hauptorganisatorin Michaela Lazer. „Und hier bei uns können die jungen Gäste nach Herzenslust feiern. Erwachsene müssen wirklich draußen bleiben. Das wissen die meisten Eltern auch. Wer unbedingt bleiben will, muss im Vorraum warten.“ Die Jungen und Mädchen, die im großen Saal bunt kostümiert zu aktuellen Hits feiern, wissen diesen Service zu schätzen. Ohne Mama und Papa lässt es sich eben anders feiern. Und Michaela Lazer ergänzt: „Hier meckert keiner, wenn die Kinder auch mal drei Gläser Cola trinken.“

Schönstes Kostüm zwei Kaffeetassen

Bei den jüngeren Kindern im Grundschulalter dominierten bunte, fantasievolle Verkleidungen das Bild. Als schönstes Kostüm wurden zwei Kaffeetassen ausgezeichnet. Eine Tube Löwensenf schaffte es auf Rang zwei, und den dritten Preis bei der Kostümprämierung gab es für ein indisches Mädchen.

Bei der anschließenden Party für Kinder der Schuljahre fünf, sechs und sieben war eigentlich keine Kostümprämierung vorgesehen. „In dem Alter sind Verkleidungen zu Karneval nicht mehr so cool. Aber auf vielfachen Wunsch haben wir dann doch eine Prämierung gemacht“, freute sich Michaela Lazer. Am Ende durfte sich eine „Bezaubernde Jeannie“ über den ersten Platz und ein Freigetränk freuen.

Weil mehrere Jugendliche, die aus Altersgründen nicht zur Karnevalsdisco durften, traurig vor der Tür bleiben mussten, überlegt die Kolpingsfamilie, im nächsten Jahr eine dritte Party für die Schuljahre acht, neun und zehn anzubieten. „Das ist aber im Moment nur eine Überlegung“, sagt Michaela Lazer. „Das müssen wir mal besprechen – und dann auch sehen, ob wir genügend Helfer für eine weitere Party finden.“