Dreiste Betrugsmasche scheitert in letzter Sekunde

Beinahe hätte eine Seniorin aus Balve mehrere Tausend Euro überwiesen und an Betrüger verloren.
Beinahe hätte eine Seniorin aus Balve mehrere Tausend Euro überwiesen und an Betrüger verloren.
Foto: picture alliance / dpa

Balve..  In letzter Sekunde ist eine dreiste Betrugsmasche in Balve gescheitert – weil ein Mitarbeiter der Sparkasse umsichtig reagiert hat. Die ganze Geschichte:

An zwei Tagen in Folge hatte eine 76-jährige Balverin Anrufe einer vermeintlichen Rechtsanwältin aus Düsseldorf erhalten. Sie erzählte der älteren Dame aus der Hönnestadt, dass sie nach einer Gewinnspiel-Teilnahme Schulden habe und diese begleichen müsse. Gleichzeitig wurde der Balverin aber auch gratuliert, nämlich zu einem Gewinn im hohen fünfstelligen Bereich. Vor der Auszahlung müsse aber eine Gebühr von mehreren Tausend Euro an die Western-Union-Bank überwiesen werden – und zwar an eine Person mit türkischem Namen, erklärte die scheinbare Rechtsanwältin.

Die Seniorin glaubte der Version der Anruferin und machte sich auf den Weg zur Sparkasse in Balve. Dort wollte sie den hohen fünfstelligen Betrag – wie gewünscht – überweisen. Dazu kam es aber nicht. Der Mitarbeiter warnte die Balverin ausdrücklich, woraufhin sie Anzeige bei der Polizei erstattete.

„So einen Betrugsversuch hatten wir in Balve bislang nicht“, berichtet Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski auf Nachfrage unserer Zeitung und lobt alle Beteiligten: „Das war eine super Leistung, sowohl vom Sparkassen-Mitarbeiter, der gerochen hat, dass etwas faul sein könnte, als auch von der Dame, die auf die Ratschläge eingegangen ist.“

Nicht aus Scham schweigen

Western Union ist kein fiktives Unternehmen, sondern ein US-amerikanischer Anbieter von weltweitem Bargeldtransfer. Der Name wurde für den Betrugsversuch in Balve missbraucht. „Wenn dazu aufgefordert wird, Geldbeträge an unbekannte Personen zu überweisen, dann immer ein gesundes Misstrauen mitbringen und grundsätzlich die 110 wählen, um zu erfahren, ob alles wirklich sauber ist oder nicht“, empfiehlt Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski. „Dazu, falls möglich, die empfangene Nummer aufschreiben oder speichern.“ Wer betrogen worden ist, sollte immer zur Polizei gehen und nicht aus Scham schweigen.