Drei Sterne für Haus Drei Könige

Lars Martin, Ina Friedriszik und Heinz Friedriszik.
Lars Martin, Ina Friedriszik und Heinz Friedriszik.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Die Zeiten, in denen in Hotels eine Kegelbahn Pflicht war, um mit drei Sternen geführt werden zu können, oder ein Schwimmbad, um vier Sterne zu erhalten, sind vorbei.

Balve..  Die Branche hat sich verändert und geht mit der Zeit. „Internet war vor zehn Jahren noch kein Thema, ist heute aber nicht mehr wegzudenken“, sagt Geschäftsführer Lars Martin vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Westfalen (Dehoga), der Ina und Heinz Friedriszik vom Hotel Drei Könige das Zertifikat für ein Drei-Sterne-Hotel überreicht hat.

Die Klassifizierung sei eine „objektive Geschichte mit harten Kriterien“, berichtet Lars Martin. Dafür gebe es einen Katalog. Wer, wie jetzt das Haus Drei Könige, drei Sterne besitzt, bietet eine Unterkunft „für gehobene Ansprüche“. Bedeutet: 14 Stunden besetzte und separate Rezeption, 24 Stunden erreichbar, zweisprachige Mitarbeiter (deutsch und englisch), Getränkeangebot und Telefon auf den Zimmern oder Zusatzkissen- und Decken auf Wunsch. Lars Martin: „Die Zertifizierung wird alle drei Jahre überprüft.“

Das Hotel Haus Drei Könige mit neun Zimmern und drei Suiten könne mit 24 Betten ausgestattet werden, berichten Ina und Heinz Friedriszik. Für die Auszeichnung als Drei-Sterne-Superior-Hotel müssten sehr hohe Anforderungen erfüllt werden, beispielsweise ein extra Wellnessbereich oder eine rund um die Uhr besetzte Rezeption. „Das sind Kriterien, die hier nicht zu bezahlen sind.“ Aber auch auf den dritten Stern ist die Geschäftsführerin Ina Friedriszik stolz. Schließlich ist die Mindestpunktzahl für die Zertifizierung – 260 – mit 340 Punkten deutlich übertroffen worden.

Das Haus Drei Könige wird auch im Internet beworben. Das weltweite Netz könne zwar Segen, aber auch Fluch sein, sagt Heinz Friedriszik. „Manche Häuser ordnen sich ihre Sterne in gewissen Plattformen selbst zu.“ Das sei zwar schwieriger als noch vor einem Jahr, schade aber gut wirtschaftenden Hoteliers. „Die Sterne sind geschützt“, unterstreicht deshalb Dehoga-Geschäftsführer Lars Martin und stellt klar: Wer sich selbst Sterne vergebe, die er gar nicht verdient, werde von der Wettbewerbszentrale abgemahnt.

Das Haus Drei Könige steht unter Denkmalschutz und hat ganz individuelle Zimmer. Heinz Friedriszik: „Das bemerken und schätzen unsere Gäste. Insgesamt sind wir heute angekommen im Markt.“ Er lobt die Kollegialität im Stadtgebiet. „Wir arbeiten gut mit den Gastronomen zusammen und unterstützen uns gegenseitig.“

Tenne wird umgebaut

Auf den drei Sternen wollen sich die Friedrisziks nicht ausruhen. Weitere Investitionen sind geplant. Gearbeitet wird in diesen Wochen in der Tenne. Eine neue Theke ersetzt das fast 30 Jahre alte Exem­plar. „Hier sollen zukünftig Feiern und Tanzveranstaltungen, aber auch Theateraufführungen und Seminare stattfinden“, sagen Ina und Heinz Friedriszik. Auch Live-Bands werden in regelmäßigen Abständen spielen. Ab Juni kann die Tenne wieder genutzt werden.