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Schützenfest

Dramatisches Vogelschießen kostet Nerven

24.07.2012 | 21:00 Uhr
Dramatisches Vogelschießen kostet Nerven

Volkringhausen. Auf den Schützenfest-Montag in Volkringhausen angesprochen, schaut Brudermeister Stephan Neuhaus zunächst lange zu Boden, richtet dann den Blick nach oben und holt zweimal tief Luft, bevor er beginnt: „Nach diesem dramatischen Vogelschießen, dieser immensen Anspannung, habe ich einfach nur noch gefeiert“, sagt der Chef der Schützenbruderschaft Volkringhausen, der auf der Suche nach einem neuen König sichtlich Nerven gelassen hat.

Ansonsten ziehen die Volkringhauser eine sehr zufriedene Bilanz ihre Hochfestes. Zwar sind mit 38,5 Hektolitern etwa dreihundert Liter weniger als im Vorjahr durch die Zapfanlagen geflossen, „doch 2011 war ein außergewöhnlich gutes Jahr“, sagt Kassierer Daniel Strauß.

Er selbst sorgte für den ersten Aufreger des Festes. Als er am Sonntag mit Königin Carola Bathe den Abschluss seiner Regentschaft feierte, rutschte er beim Abstieg vom Tisch, auf dem er getanzt hatte, weg und verdrehte sich das Knie. Das war aber nur ein kleines Problem für den Schützenbruder aus Leidenschaft. Er ließ sich kurzerhand in der Schubkarre zum abschließenden Brückentanz fahren.

Bereits der Samstagabend wurde zu einer rauschenden Ballnacht. „Wir haben mehr Karten verkauft als im Vorjahr“, sagt Daniel Strauß und Stephan Neuhaus ergänzt: „Das war ein klasse Auftakt. Vor allem, dass so viele junge Leute in der Halle waren, macht mich sehr glücklich.“ Als maßgeblichen Grund dafür sieht er die Festmusik der „Amicitia“ aus Garbeck. „Auch unter dem neuen Dirigenten Tobias Schütte haben sie Unterhaltung der Extraklasse geboten“, sagt Neuhaus, der sich über die vielen Gäste von außerhalb freute.

So waren alle Bruderschaften der Hönnestadt Balve zu Besuch, und die Freunde aus Schwerte Ost fühlten sich genauso wohl wie die Gruppe ehemaliger Schützenköniginnen aus Kirchhundem, die eine Tour in die Antoniushütte Eisborn machten und spontan das Fest besuchten.

Ganz großen Dank will der Brudermeister dem neuen König Mark Reinken und seiner Königin Saskia aussprechen. „Es ist ihm kaum hoch genug anzurechnen, dass er sich nach meiner Ansprache unter der Vogelstange gedacht hat: ,Das darf nicht sein’, und dann angelegt hat“, sagte Neuhaus am Montagabend.

Der König ist zwar gebürtiger Volkringhauser, wohnt aber seit vielen Jahren in der Nähe von Dresden. „Er ist regelmäßig hier und wir sehen keine Probleme, dass er die Termine wahrnehmen kann“, sagt Stephan Neuhaus, der dem neuen König verspricht: „Wir werden ihn mit Vorstand und Offizierskorps in Ostdeutschland besuchen.“

Bereits am Montag zeigten die neuen Regenten in aller Deutlichkeit, dass sie keine Notnägel sind. Sie feierten mit ihrem Hofstaat nach allen Regeln der Kunst und sorgten mit den Musikern der „Amicitia“ und der „Amigos“ für fantastische Stimmung in der Hubertushalle, bevor das Fest beim Brückentanz sein Ende fand

Stefan Scherer



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