„Die Menschen brauchen einen Ort der Trauer“

Der Vorstand des Fördervereins der Friedhofskapelle Volkringhausen.
Der Vorstand des Fördervereins der Friedhofskapelle Volkringhausen.
Foto: Steffie Friske

Volkringhausen.. „Die Menschen brauchen einen Ort der Trauer.“ Das betonte Pfarrer Andreas Schulte in der Alten Schule in Volkringhausen. Dafür, dass den Menschen in Volkringhausen mit der Friedhofskapelle weiterhin ein ganz besonderer Ort in gutem Zustand zur Verfügung steht, sorgt seit vielen Jahren der Förderverein.

Seine Mitglieder trafen sich nun zur Jahreshauptversammlung. Im Blickpunkt stand in diesem Jahr das neu eingerichtete Feld für anonyme Begräbnisse. Zwei Verstorbene hatten im vergangenen Jahr diese Art der Bestattung gewählt. „Hinter der Entscheidung steht oftmals die Sorge um die Pflege der Grabstätte“, erklärte Pfarrer Andreas Schulte. Bei den Mitgliedern kam die Frage auf, ob es an einem zentralen Ort möglich sei, Blumen oder Lichter für die Verstorbenen aufzustellen. Pfarrer Andreas Schulte wollte davon nicht generell abraten – auch wenn er zu bedenken gab: „Die Möglichkeit, etwas abzulegen, ist bei anonymen Grabstätten eigentlich nicht vorgesehen.“ Schließlich müssen die Mitarbeiter der Stadt zur Grünpflege einen ungehinderten Zugang haben.

Neu am Friedhof ist auch eine weitere Fläche für Urnenbeisetzungen angelegt worden. Auf der alten Fläche sind schließlich schon 11 von 13 Feldern besetzt. Die Gestaltung und Umsetzung liegt allerdings in Händen der Stadt.

Im nächsten Jahr steht für den Förderverein der Friedhofskapelle ein besonderes Fest an: Am 30. August 1991 wurde der Verein von 64 Mitgliedern gegründet, das heißt, 2016 ist das Jahr des 25-jährigen Bestehens. „Diesen Tag wollen wir natürlich nicht sang- und klanglos verstreichen lassen“, verriet der 1. Vorsitzende Eberhard Bauerdick.

Ulrich Schmidt wiedergewählt

Genau festlegen, wie das Fest vonstatten gehen sollte, wollte er sich so früh allerdings noch nicht: „Das ist Sache des Vorstands im nächsten Jahr, denke ich.“ Vorstandswahlen standen an diesem Abend ebenfalls an. Der Stellvertretende Vorsitzende Ulrich Schmidt freute sich über seine Wiederwahl, Geschäftsführer Jürgen Neuhaus wurde ebenfalls in seinem Amt bestätigt. Neu gewählt wurde Josef Baumeister zum Kassenprüfer. Damit ist der Förderverein Friedhofskapelle für das Jubiläumsjahr bestens aufgestellt.