DFB und TuS L.A. heißen Flüchtlinge im Verein willkommen

Meinolf Knecht (links) und Andreas Aßhoff (rechts) freuen sich auf die neuen Fußballer Samet Lihaj (2. von links) sowie Indrit (Torwart) und Florenc Alizoti.
Meinolf Knecht (links) und Andreas Aßhoff (rechts) freuen sich auf die neuen Fußballer Samet Lihaj (2. von links) sowie Indrit (Torwart) und Florenc Alizoti.
Foto: Richard Elmerhaus
Was wir bereits wissen
Bereits vor mehr als 40 Jahren war es der TuS Langenholthausen, der Flüchtlinge in den Verein holte.

Langenholthausen.. Waren es damals die jungen Polen, die im Maximilian-Kallerheim lebten, so sind es heute die Asylbegehrenden, die in verschiedenen städtischen Einrichtungen untergebracht sind. Vier von ihnen trainieren jetzt beim TuS Lan­genholthausen.

„Wir bekennen uns zu den Menschen mit Migrationshintergrund und lassen uns nicht durch unqualifizierte Kommentare von unserer Linie abbringen“, sagt der 2. Vorsitzende des TuS Langenholthausen, Thomas Arf, der sich ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder intensiv um die „Neuen“ kümmert.

Dass die vier jungen Flüchtlinge beim TuS L.A. kicken können, verdanken sie vor allem Meinolf Knecht. Er betreut seit Monaten im Auftrag der Stadt Balve die Asylbegehrenden. So auch die Albaner, die einen Eindruck auf ihn gemacht haben. „Während mich die meisten Flüchtlinge zuerst nach einem Fernseher und einem Kühlschrank fragen, überraschten mich die jungen Leute. Denn ihre Fragen lauteten: ,Wo können wir Deutsch lernen und Fußballspielen’? Diese Art der Fragestellung hatte ich bisher nicht erlebt“, sagt Meinolf Knecht mit einem Lächeln auf den Lippen.

Angetan von den Flüchtlingen, sprach er sofort seinen Verein, den TuS Langenholthausen, an. Als es auf dem kurzen Dienstweg „Grünes Licht“ für die Aufnahme in den Fußballverein gab, erklärte er sich spontan bereit, die jungen Leute aus Volkringhausen und Balve mit seinem Privatwagen abzuholen, um sie zum Training und auch wieder zurück in die Unterkünfte zu fahren.

Deutschunterricht

„Die Jungs sind klasse. Ich habe nicht einmal auch nur eine Minute auf sie warten müssen. Und was mich besonders freut, sie besuchen zweimal in der Woche den Deutschunterricht in der ehemaligen Volksschule“, erzählt Meinolf Knecht.

Auch Geschäftsführer Andreas Aßhoff nahm die „Neuen“ mit einem Lächeln auf und freut sich, dass der DFB ein Förderprogramm für die Integration der Flüchtlinge aufgelegt hat. „Daran wollen wir uns beteiligen, aber jetzt werde ich sie erst einmal für den Spielbetrieb anmelden. Denn sie wollen ganz schnell in unseren Teams spielen.“