„Das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte“

Von links: Eduard Runte, Andreas Weißmüller, Alina Kutsche, Gerd Goeke, Marvin Thiel und Heino Wortmann.
Von links: Eduard Runte, Andreas Weißmüller, Alina Kutsche, Gerd Goeke, Marvin Thiel und Heino Wortmann.
Foto: WP

Beckum.  . Hinter dem Musikverein Beckum liegt ein ereignisreiches Jahr. „Es ist das erfolgreichste Jahr in der Geschichte unseres Vereins”, erklärte der Vorsitzende Andreas Weißmüller am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung im Musikheim. Der Musikverein blickt auf immerhin 88 bestehende Jahre zurück.

„Wir hatten rundum tolle Ergebnisse. Geprägt war das Vereinsjahr vor allem durch die Erfolge beim Wertungsspiel in Soest”, resümierte Andreas Weißmüller. Dabei hatte das Hauptorchester unter Leitung von Udo Fricke mit hervorragenden Leistungen (93,7 Prozent) abgeschnitten. Das Jugendorchester, ebenfalls unter Leitung von Udo Fricke, war mit „sehr gut” bewertet worden.

53 Auftritte hatten die Musiker im Laufe des Jahres absolviert. Neben Schützenfesten, Konzerten und Dorfveranstaltungen habe sich auch die Tanzmusik beim Königs- und Offiziersball in der Hönnetalhalle von der besten Seite gezeigt, berichtete Weißmüller, der seinen Dank an alle Aktiven und Dirigenten richtete. Dem Musikverein gehören aktuell 156 Aktive an, davon 41 Kinder in der Bläserklasse, 27 Musiker im Jugend- und Vororchester und 48 Musiker im Hauptorchester. Dazu kommen 126 passive Mitglieder und 63 Mitglieder in der Interessengemeinschaft.

In diesem Jahr sind weitere Auftritte und Konzerte geplant. Zwei Benefizkonzerte in der Beckumer St.-Nikolaus-Kirche und in Halingen liegen bereits hinter den Musikern. Am 22. März lädt das Jugendorchester zum Jugendkonzert in die Hönnetalhalle ein. Neu im Programm sind in diesem Jahr die Teilnahme des Hauptorchesters am Kreisschützenfest in Halingen und für die Tanzmusik die Gestaltung des Offiziersballs in Allendorf.

Durch zusätzliche Auftritte möchte der Verein weitere Einnahmen erzielen, um die Erweiterung des Probenraums mitzufinanzieren. Denn vor allem haben die Mitglieder derzeit die Umbauarbeiten im Blick, durch die der Probenraum von 70 auf rund 100 Quadratmeter Fläche erweitert wird. Aufgrund der laufenden Arbeiten wurde die Versammlung in den Gemeinschaftsraum verlegt. „Bisher haben wir Abbrucharbeiten erledigt. In den nächsten Tagen wird die Decke gegossen. Danach folgt der Innenausbau”, erläuterte Andreas Weißmüller. Anfang Juni soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Die Vorstandswahlen ergaben keine personellen Änderungen. Wiedergewählt wurden der Vorsitzende Andreas Weißmüller und der Geschäftsführer Thomas Bianga, der seine Zustimmung in Abwesenheit erteilt hatte. Dies sei allerdings seine letzte Amtszeit, betonte Weißmüller. In zwei Jahren wolle er sich nicht mehr zur Wahl stellen. „Dann habe ich insgesamt 29 Jahre Vorstandsarbeit hinter mir”, sagte er.

Eduard Runte, stellvertretender Vorsitzender des Märkischen Kreismusikverbands, zeichnete langjährige Mitglieder aus. So durften sich Alina Kutsche und Marvin Thiel für 10 aktive Jahre, Heino Wortmann (25 Jahre) und Gerd Goeke (50 Jahre) über Ehrennadeln und Urkunden freuen. Die nicht anwesenden Jubilare für 10 Jahre: Anna Goeke, Julian Kutsche, Simone Paul. 20 Jahre: Thomas Bianga, Nicole Kuhn. 25 Jahre: Jennifer Weißmüller. 50 Jahre: Manfred Bianga. Sie bekommen die Auszeichnungen nachgereicht.

Beitragserhöhung bleibt Thema

Abschließend stimmten die Mitglieder über eine Beitragserhöhung ab. „Im Jahr 2005 haben wir die automatische Beitragsanpassung eingeführt. Das war eine richtige Entscheidung. Dennoch wird es schwieriger, die Kasse auf einem guten Stand zu halten. Es befinden sich weniger Kinder in der Ausbildung, aber die Honorare für die Ausbilder bleiben gleich”, erklärte der Vorsitzende.

So schlug der Vorstand vor, die monatliche Teilnehmergebühr ab dem 1. August 2015 für die Bläserklasse von 24 auf 28 Euro und für Kinder in der musikalischen Grundausbildung von 10 auf 12 Euro zu erhöhen. Dem stimmten alle Anwesenden zu. „Im Jahr 2016 greift dann wieder das automatische System”, betonte Andreas Weißmüller.